Handel
60 neue Shopping Center in den nächsten vier Jahren

Mehr als gut versorgt ist der Osten Deutschlands mit Shopping Centern. Wesenlich geringer sind die Center-Flächen pro 1.000 Einwohner in den westlichen Bundesländern. Doch zahlreiche geplante neue Verkaufsflächen lassen den Westen in den nächsten Jahren gegenüber den Ost-Bundesländern aufholen.

Anfang 2006 zählte das EHI Retail Institute insgesamt 372 Shopping-Center mit Mietflächen von mehr als 10.000 qm und in den nächsten Jahren werden jährliche Zuwachsraten von durchschnittlich vier Prozent erwartet. Auch wenn nicht alle bekannten Planungen umgesetzt werden können, ist davon auszugehen, dass in den nächsten vier Jahren mehr als 60 neue Shopping-Center entstehen werden.

Betrachtet man die Versorgung der Bevölkerung mit Shopping-Center-Verkaufsfläche in den einzelnen Bundesländern fällt zunächst auf, dass es heute ein breites Spektrum unterschiedlicher Versorgungsdichte gibt. Während in Niedersachsen 49,5 qm auf je 1.000 Einwohner kommen sind es in Brandenburg 305,3 qm je 1.000 Einwohner. Im Versorgungsranking oben stehen die neuen Bundesländer: Neben Brandenburg Sachsen-Anhalt (277,7 qm/TEW), Sachsen (268,9 qm/TEW), Mecklenburg-Vorpommern (235,5 qm/TEW) und Thüringen (139,7 qm/TEW). Danach folgen die Stadtstaaten: Bremen (284,2 qm/TEW), Berlin (223,1 qm/TEW) und Hamburg (207,3 qm/TEW).

Betrachtet man die Republik insgesamt, muss man feststellen, dass im "Osten" eine deutliche Überversorgung an Center-Verkaufsfläche gegeben ist, zumal die Kaufkraft deutlich unter dem Bundesdurchschnitt liegt und sich die Bevölkerung dieser Bundesländer seit der Wende stetig rückläufig entwickelt. Konsequenzen sind sinkende Flächenleistungen der Betreiber und wenig neue Flächen in der Planung.

Über relativ wenig Shopping-Center-Fläche verfügen hingegen die größten deutschen Bundesländer Nordrhein-Westfalen, Bayern und Baden-Württemberg, die gleichzeitig auch die höchsten Kaufkraftkennziffern aufweisen. Obwohl letztgenannte Bundesländer in den vergangenen vier Jahren ihre Shopping-Center-Flächen erheblich erweitert haben und gemäß der EHI-Planungsunterlagen sich die Versorgungsqualität in den nächsten vier Jahren weiter verbessern wird, bleibt noch eine deutliche Versorgungslücke bestehen. Zu vermuten ist daher, dass die neuen Standorte mehr und mehr im Süden der Republik liegen werden. In den letzten Monaten eröffneten bereits einige neue Center in Süddeutschland, wie die Schlössle Galerie in Pforzheim oder das Ettlinger Tor in Karlsruhe. In Stuttgart haben 2006 bereits zwei neue Center eröffnet: die Königsbau Passagen und Cannstätter Carré.

www.ehi.org

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