Handel
Staatsanwaltschaft bestätigt Ermittlungen gegen Ex-Rewe-Chef

dpa KöLN. Die Staatsanwaltschaft Köln hat bestätigt, dass sie gegen den ehemaligen, langjährigen Rewe-Chef Hans Reischl ermittelt. Untersucht werde, ob Reischl Konten des Handelskonzerns für eigene Transaktionen missbraucht habe, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft.

Es gehe um einen möglichen Verstoß gegen das Kreditwesengesetz. Reischl werde aber nicht verdächtigt, Gelder veruntreut zu haben. „Es besteht kein Korruptionsverdacht“, sagte der Sprecher. „Herr Reischl hat keine Konten der Rewe missbraucht“, sagte Reischls Anwalt Norbert Gatzweiler. Bei dem Konzern hätten zahlreiche Mitarbeiter „eine Art“ Sparkonto gehabt. „Es geht um private Konten, auf denen Herr Reischl private Gelder hatte“, erklärte er.

Nun gehe es um die Frage: „Konnte er hierüber verfügen, oder hätte es hierzu einer Erlaubnis der BaFin bedurft?“ Da es sich um private Gelder handle, gehe er davon aus, dass eine solche Erlaubnis nach dem Kreditwesengesetz nicht nötig gewesen sei.

Die Konten seien jährlich von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft der Rewe geprüft worden, sagte Gatzweiler. Nie habe es Beanstandungen gegeben. „Ich gehe davon aus, dass dieses Verfahren einvernehmlich mit der Staatsanwaltschaft geklärt und beendet werden kann“, so der Anwalt.

Rewe hatte sich im Sommer wegen „interner Geschäftsvorfälle“ an die Kölner Staatsanwaltschaft und die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gewandt. Medienberichten zufolge sollen frühere Rewe-Chefs dreistellige Millionenbeträge über interne Mitarbeiterkonten geschleust haben.

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