Handy im Ausland
Verbraucher haben mehr Rechte beim Roaming

Der Mobilfunkbetreiber ist für die korrekte Abrechnung der Roaminggebühren verantwortlich. Stephan Rippert, Experte für Medienrecht in der Münchner Kanzlei Reed Smith, erklärt im Kurzinterview die aktuellen Verbraucherrechte beim Roaming.

Ende August greift in Deutschland eine EU-Verordnung, die Gebühren für Auslandsgespräche mit dem Handy begrenzt. Wer haftet dafür, dass auch der ausländische Partner des deutschen Mobilfunkunternehmens korrekt abrechnet?

Der heimische Anbieter darf beim sogenannten Roaming nicht mehr als 49 Cent pro Minute für ausgehende und 24 Cent für eingehende Gespräche verlangen, egal, was ihm der ausländische Partner berechnet.

Es gibt Fälle, in denen eine SMS ins Ausland beim Empfänger mehrmals ankommt. Bei wem liegt die Beweislast, falls der Mobilfunkbetreiber mehrfach abrechnet?

Laut Urteil des Landgerichts Augsburg muss der deutsche Mobilfunkbetreiber beweisen, dass der Kunde Leistungen wie SMS tatsächlich mehrfach genutzt hat. Wer an seiner Abrechnung zweifelt, sollte unverzüglich schriftlich Widerspruch einlegen, denn 80 Tage nach Versand der Rechnung löschen die Betreiber die Verbindungsdaten.

Sind die deutschen Mobilfunkunternehmen verpflichtet, den Kunden die Gebühren ihres ausländischen Partners offenzulegen?

Sobald der Handybesitzer im Ausland ist, müssen ihm laut EU-Verordnung die Roaminggebühren kostenlos per SMS mitgeteilt werden.

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