Haniel
Jürgen Kluge tritt als Aufsichtsratschef bei Metro zurück

Der Rückzug von Metro-Chef Eckhard Cordes reißt einen weiteren Manager in den Abgrund. Jürgen Kluge legt als Aufsichtsratsvorsitzender des Handelskonzerns sein Mandat nieder. Das Unternehmen kommt nicht zur Ruhe.
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Frankfurt/DüsseldorfMetro -Aufsichtsratchef Jürgen Kluge tritt zurück. Kluge habe dem Unternehmen mitgeteilt, dass er sein Mandat als Mitglied und Vorsitzender des Aufsichtsrats unter Wahrung der satzungsmäßigen Monatsfrist niederlege, teilte der Handelskonzern am Montag mit. „Nach den Auseinandersetzungen um die Führung der Metro AG ist es jetzt Zeit für einen echten Neuanfang“, sagte Kluge. Er werde aber noch die Sitzung des Kontrollgremiums Anfang November leiten. Die Metro-Aktie gab nach der Mitteilung weiter nach und lag am Nachmittag 2,3 Prozent im Minus bei 31,07 Euro.

Großaktionär Haniel will mit einem Personalwechsel an der Spitze des Metro-Vorstands und -Aufsichtsrats eine strategische Neuausrichtung des Handelskonzerns vorantreiben. Franz Markus Haniel, der als Oberhaupt der Haniel-Eignerfamilie gilt, solle in den Aufsichtsrat des Düsseldorfer Handelsriesen einziehen, sagte ein Haniel-Sprecher am Montag. Der Aufsichtsrat müsse dann selbst über seinen Vorsitzenden entscheiden. Kluge selbst solle aber Chef des Haniel-Vorstands bleiben.

Vorausgegangen war dem Abtritt von Kluge die Rückzugsentscheidung von Vorstandschef Eckhard Cordes, der damit die Konsequenzen aus dem Kampf um die Konzernspitze gezogen hatte. Wer ihm als Nachfolger an die Spitze des Düsseldorfer Konzerns mit weltweit 280.000 Mitarbeiter, davon 110.000 in Deutschland, folgen wird, ist noch unklar. Haniel erwarte auch im Vorstand der Metro einen „zügigen Neubeginn“, betonte der Haniel-Sprecher.

Cordes hatte überraschend bekanntgegeben, für eine Verlängerung seines bis Ende Oktober 2012 laufenden Vertrages nicht zur Verfügung zu stehen. Durch Vorkommnisse der vergangenen Wochen sei er zu dem Schluss gekommen, dass eine vertrauensvolle Basis für einen Verbleib an der Metro-Spitze nicht mehr gegeben sei. Großaktionär Haniel hatte Gerüchte unkommentiert gelassen, wonach Cordes gehen solle. Haniel und der andere wichtige Großaktionär Schmidt-Ruthenbeck sprachen sich schließlich zwar für eine Vertragsverlängerung aus. Laut Handelsblatt gelang es aber nicht, die dafür nötige Mehrheit im Aufsichtsrat zu organisieren.

Cordes war in den vergangenen Wochen von zwei Seiten unter Druck geraten: Nach einem Quartalsverlust bei den Elektronikketten Media Markt und Saturn - der zweitwichtigsten Gewinnquelle des Konzerns nach den Metro-Großhandelsmärkten - war Unzufriedenheit aus dem Kreis der Eigentümer zu hören. Dabei spielten auch der Kursverlauf der Metro-Aktie und die nicht vollzogene Trennung von der Warenhauskette Kaufhof eine Rolle. Auch der Lebensmittelhändler Real gilt als ein Verkaufskandidat. Arbeitnehmervertreter sehen den rigiden Sparkurs von Cordes kritisch. Weltweit wurden 19.000 Stellen gestrichen.

Neuer Metro-Chef soll dem Vernehmen nach ein Handelsexperte werden. Seit längerem hatte Aufsichtsratschef Kluge nach einem Manager mit Chefpotenzial Ausschau gehalten, der den Metro-Vorstand verstärken soll. Alle Optionen seien möglich, dazu zähle auch eine Übergangslösung. Bei dieser Variante fiel der Name von Finanzvorstand Olaf Koch. Ein Machtvakuum werde nicht eintreten.

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  • Der Typ ist mir schnurz.
    Ich kommentiere nur um herauszufinden, ob das Wort Porno an und für sich im Kommentar ausreicht, um im Datennirvana zu landen...

    ;-)

  • ach gott,wenn oekonomie autisten und folienschieber in die
    niederungen der unternehmensrealität gezwungen werden nehmen sie reißaus.

    besser als vom hof gejagt..

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