Hans Bernecker
Der Grandseigneur der Anlageberatung

Wenn es um Börsenprognosen geht, verstecken sich Analysten, Fondsmanager und Journalisten gerne hinter dem Konjunktiv: Dürfte, könnte, müsste, sollte. Es gibt aber auch die Sprache von Hans Bernecker: Der Börsenbriefautor glaubt seit 50 Jahren an die Kraft des Imperativs.

DÜSSELDORF. In seinem Börsenbrief "Die Actien-Börse" stehen Woche für Woche Sätze wie: Kaufen Sie dies. Disponieren Sie wie folgt, meiden Sie das. Das Ganze hält Hans Bernecker, Jahrgang 1937, so strikt durch, dass auch mal Sätze fallen wie: "Lesen Sie die Tabelle von links nach rechts, Spalte für Spalte."

Dass er sich mit seiner dezidierten Meinung jede Woche angreifbar macht gegenüber einer sechsstelligen Leserzahl, hat ihn nie gestört. Nicht 2000, als er zu Hochzeiten der New-Economy als TV-Dauergast vor der Internetblase warnte und sich die New-Economy-Jünger im Internet über "Kontraindikator Opa Bernecker" amüsierten, der Stahlkocher wie Thyssen empfahl. Die Geschichte gab ihm recht.

Nicht 2002, als er seinen Lesern zum Wiedereinstieg in Aktien riet: "Jetzt rein, notfalls auf Kredit" - fast lag er damit richtig, der Tipp kam ein halbes Jahr zu früh.

Im Gespräch ist vom Bernecker?schen Imperativ nichts zu spüren. Höflich formuliert er druckreife Sätze. Für Leser sei er nun mal Anlageberater, müsse klare Meinungen liefern und kein Gewäsch.

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