Hans Dieter Pötsch
VWs Finanzvorstand behält die Ruhe

Die Autowelt kracht ein, die VW-Aktie spielt verrückt. Aber Finanzchef Hans Dieter Pötsch bleibt ruhig. Dabei dreht sich die Welt um ihn wohl schneller, als es je zuvor der Fall war. Am Donnerstag lauscht wohl ganz Deutschland seinen Worten.

HAMBURG. Der Termin morgen wird einer der heikelsten in der fast 30-jährigen Autokarriere von Volkswagens Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch. Donnerstag ab 14 Uhr muss er den skeptischen Finanzmarktexperten in aller Welt Rede und Antwort stehen: über den Geschäftsverlauf der vergangenen drei Monate und vor allem über den Ausblick von Europas größtem Autokonzern.

Argwöhnisch lauern Analysten auf jedes Anzeichen für ein Ende der Erfolgsfahrt von VW, besonders nach der bitteren Gewinnwarnung von Daimler vergangene Woche. Quartalszahlen sind zwar Routine für Pötsch, seit fünf Jahren Herr der Zahlen in Wolfsburg. Doch noch nie war das Umfeld ungünstiger als zurzeit.

Experten wie Autoprofessor Stefan Bratzel von der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach sprachen bislang von einer „Sonderkonjunktur für Volkswagen“: Die Wolfsburger ernteten die Früchte des strategischen Turn-arounds der vergangenen Jahre, der eine attraktive Modellpolitik mit vernünftiger Kostenkontrolle verbindet.

Paradoxerweise kam VW die schwache Präsenz auf dem zusammenbrechenden US-Markt ebenso zugute wie die Stärke in China und Südamerika. Inzwischen aber bremsen Finanz- und Wirtschaftskrise auch die Dynamik der Schwellenländer. VW-Chef Martin Winterkorn schwört seine Führungsmannschaft auf schwierige Zeiten ein: „Wir kommen um harte Einschnitte nicht herum.“

Im dritten Quartal hat die Krise Wolfsburg erreicht, berichten Unternehmenskreise. Laufende Kosten, Lagerhaltung, Investitionen – alles kommt auf den Tisch von Hans Dieter Pötsch.

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