Hans-Georg Härter
Bewegliches Urgestein

Seit 34 Jahren arbeitet Hans-Georg Härter beim Autozulieferer ZF – jetzt sitzt er im Chefsessel. In nur einer Amtszeit will er das Unternehmen strategisch neu ausrichten.

STUTTGART. Wenn Hans-Georg Härter bei schönem Wetter mit dem Privatjet nach Friedrichshafen von einer seiner vielen Dienstreisen zurückkehrt, dann liegt ihm beim Landeanflug die Welt zu Füßen. „In zehn Minuten bin ich zu Hause“, freut sich Härter.

In einer der schönsten und abwechslungsreichsten Landschaften Deutschlands mit Bodensee und Alpen ist der Vorstandschef des Automobilzulieferers ZF Friedrichshafen der mächtigste Manager weit und breit. 55 000 Beschäftigte erzielen weltweit rund zwölf Mrd. Euro Umsatz mit Getrieben und Fahrwerkskomponenten. Nur Bosch und jetzt Continental/Siemens VDO sind deutlich größer.

Die Gefahr abzuheben besteht bei dem gebürtigen Hessen nicht. Das mag daran liegen, dass der Manager mit stattlicher Figur nach 34 Jahren im Unternehmen getrost als ZF-Urgestein bezeichnet werden kann. Zudem kam er erst spät zu höchsten Ehren. Seit dem Jahreswechsel führt der 62-Jährige den drittgrößten deutschen Automobilzulieferer. Er schulterte zuvor als Chef von ZF Sachs die Integration der größten Übernahme in der Firmengeschichte.

Als es um die Nachfolge seines Vorgängers Siegfried Goll ging, wurde auch extern nach Kandidaten gesucht. An Härters Meriten konnte das Unternehmen im Stiftungsbesitz letztendlich aber nicht vorbeisehen. Zwar wurde die Entscheidung von außen als konservativ und langweilig gedeutet. Aber es wurde auch als typisch angesehen, gilt ZF doch ein wenig als behäbig.

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