Hans-Joachim Flebbe muss zurückstecken
Rückzug des Kinokönigs

Auf seinen Chef Hans-Joachim Flebbe ist Jörg Reichel nicht gut zu sprechen. Reichel, Betriebsratschef der Hamburger Cinemaxx AG, wollte vor einigen Wochen an einem Seminar „Kostensenkung im Kino“ teilnehmen. Doch die Personalabteilung verweigerte ihm die Freistellung.

HB HAMBURG. Als er daraufhin vor Gericht zog, kündigte ihm Flebbe und stellte Strafanzeige. Den Grund erklärt ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Freiburg: Flebbe wirft Reichel vor, im Arbeitsgerichtsprozess falsche eidesstattliche Versicherungen über die Arbeitsbedingungen beim größten deutschen Kinobetreiber abgegeben zu haben.

Falls er seinen Job trotz Kündigung behält, muss Reichel sich möglicherweise nicht mehr lange über die Methoden des Vorstandschefs der Cinemaxx AG ärgern. Denn die größte Kinokette Deutschlands soll einen neuen Großaktionär bekommen: den Münchener Filmunternehmer Herbert Kloiber (RTL 2, Tele 5). „Der Deal steht im Grunde“, sagte der Chef und Mehrheitsgesellschafter der Tele-München-Gruppe dem Handelsblatt. Er werde größter Einzelaktionär.

Flebbe wird damit zumindest einen Teil seiner Macht bei Cinemaxx verlieren. Der Vorstandschef war gestern trotz mehrmaliger Anfrage nicht für eine Stellungnahme erreichbar. Und auch sein Finanzvorstand Hartmut Scheunemann äußerte sich äußerst wortkarg: „Kein Kommentar.“

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