Hans-Joachim Herzog geht
Streit sorgt für Wechsel bei Arvato

Eine Kontroverse über die weitere Strategie bei der Bertelsmann-Tochter Arvato führt zu einem Umbau des Vorstands.

hps DÜSSELDORF. Auf Grund unterschiedlicher Vorstellung über die Weiterentwicklung des Logistiksparte verlässt Hans-Joachim Herzog zum Jahresende den Konzern. Sein Aufgabenbereich übernimmt vorerst zusätzlich der Arvato-Vorstandschef Hartmut Ostrowski. Ein geeigneter Nachfolger soll bis zum Frühjahr gefunden werden.

Ein Grund des Zerwürfnis war offenbar die fehlende Offensivstrategie des 53jährigen Herzog. Arvato, der zweitgrößte Umsatzbringer bei Bertelsmann, fährt ein strammen Wachstumskurs. Die Logistiksparte bei Bertelsmann, die nach Einschätzung von Brancheninsidern im vergangenen Jahr rund 700 Mill. Euro erwirtschaftete, kämpft aber derzeit mit Wachstumsproblemen. Arvato spürt besonders die Absatzkrise der Telekomindustrie. Die Bertelsmann-Tochter liefert in Deutschland zwei von drei Handys aus.

Arvato-Chef Ostrowski steht derzeit unter großem Erfolgsdruck. Im ersten Halbjahr stieg zwar der Umsatz des Druck- und Mediendienstleisters auf 2,2 Mrd. Euro. Allerdings sank der operative Gewinn für Zinsen und Steuern (Ebit) um vier Prozent auf 96 Mill. Euro. Der 48jährige Ostrowski gilt als Favorit für die Nachfolge von Bertelsmann-Chef Gunter Thielen, der Ende des kommenden Jahres an die Spitze des Aufsichtsrats wechseln soll.

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