Hausbau: Schwere Fehler verjähren spät

Hausbau
Schwere Fehler verjähren spät

Verjährt: Viele Bauherren fürchten dieses Urteil, wenn sie Jahre später Mängel entdecken. Doch manchmal wird die Frist zu früh gesehen.

Als sein Einfamilienhaus fertig war, bemerkte ein Mann nasse Wände. Das Bauunternehmen besserte daraufhin nach, doch als neun Jahre später wieder Feuchtigkeit in die Wohnung drang, verklagte der Mann die Baufirma und den Architekten auf Schadensersatz. Zunächst ohne Erfolg: Zwar wurde der Keller beim Bau mangelhaft abgedichtet, so das Oberlandesgericht Celle. Doch die Angelegenheit sei verjährt.

Falsch, sagte der Bundesgerichtshof (VII ZR 133/04). Zumindest der Architekt könne sich nicht auf Verjährung berufen. Als er vom Schaden erfuhr, hätte er dem Bauherren sofort erklären müssen, wer dafür hafte - zumal der Schaden Folge seines Planungsfehlers war. Dass der Architekt das unterlassen habe, sei ein schwerer Fehler, der gemäß altem Recht erst nach 30 Jahren verjährte. Und da die Klage 2003 und damit rechtzeitig vor Ablauf der seit 2002 geltenden einheitlichen dreijährigen Verjährungsfrist eingereicht wurde, müsse der Architekt zahlen.

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