Haustiere
Hund ja, Katze nein

Darf ein Vermieter eine Tiergattung erlauben, die andere verbieten? Muss das nicht als Ungleichbehandlung gelten? Das ist oft nicht die Frage. Was Recht ist, hängt von anderen Faktoren ab.

Zwei Katzen der Gattung Britisch Kurzhaar hatten es einem Mann aus Krefeld angetan. Allerdings waren laut Mietvertrag Haustiere nur erlaubt, wenn die Vermieterin zustimmt. Kein Problem, dachte der Mieter. Schließlich hatten zwei andere Bewohner grünes Licht für ihre Hunde erhalten. Doch die Hausbesitzerin hielt offenbar nichts von Katzen, sie verweigerte ihr Plazet. Zu Unrecht, sagte zunächst der Amtsrichter. Wenn sie einem Mieter Haustiere erlaube, stünden auch allen anderen Hausbewohnern Vierbeiner zu.

Falsch, urteilte jetzt das Landgericht Krefeld (2 S 46/06). Hier liege "kein Fall willkürlicher und ungerechtfertigter Ungleichbehandlung vor". Denn die anderen Mieter hätten bereits vor dem Einzug Haustiere besessen und wären ohne Zustimmung nicht eingezogen. Der Katzenfreund sei dagegen ohne Tier gekommen und habe den Mietvertrag akzeptiert.

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