Heinrich Maria Schulte Verfahren gegen Ex-Wölbern-Chef kommt ins Rollen

Der ehemalige Chef des Fondhauses Wölbern soll knapp 150 Millionen Euro veruntreut haben. Das geht aus der Anklageschrift hervor. Ob Heinrich Maria Schulte in U-Haft bleiben muss, wird noch geprüft.
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Heinrich Maria Schulte: Dem ehemaligen Wölbern-Chef wird vorgeworfen, Geld aus geschlossenen Fonds abgezogen zu haben. Der Strafprozess beginnt am Montag vor dem Landgericht Hamburg. Quelle: Wölbern Group KG

Heinrich Maria Schulte: Dem ehemaligen Wölbern-Chef wird vorgeworfen, Geld aus geschlossenen Fonds abgezogen zu haben. Der Strafprozess beginnt am Montag vor dem Landgericht Hamburg.

(Foto: Wölbern Group KG)

DüsseldorfDie Staatsanwaltschaft Hamburg hat eine 116 starke Anklageschrift gegen den früheren Geschäftsführer des Fondshauses Wölbern Invest, Heinrich Maria Schulte, beim zuständigen Amtsgericht Hamburg eingereicht. Darin wirft sie Schulte vor, in 360 Fällen gewerbsmäßig insgesamt 147 Millionen Euro veruntreut zu haben, berichtet das Handelsblatt (Mittwochausgabe).

Schulte wird vorgeworfen, aus den knapp 30 geschlossenen Fonds des Emissionshauses mehrfach Geld abgezogen und an die niederländische Wölbern Invest B.V. überwiesen zu haben. Die Gesellschaft habe dafür Anleihen ausgegeben, die nun möglicherweise wertlos sind.

Die Wölbern Invest B. V. befindet sich laut Bekanntmachung des Amtsgerichts Hamburg ebenso wie die Wölbern Verwaltungs GmbH in einem Insolvenzverfahren. Bei der Muttergesellschaft Wölbern Invest KG hat Insolvenzverwalter Tjark Thies bereits Ende Dezember angezeigt, dass hier für ein Insolvenzverfahren nicht genügend Masse vorhanden sei.

Nun prüft die Wirtschaftsstrafkammer des Amtsgericht Hamburg, ob genügend Verdachtsmomente bestehen, um ein Hauptverfahren gegen Schulte zu eröffnen (Az 630/Kls 1/14). Parallel prüft das Oberlandesgericht Hamburg, ob die Voraussetzungen für eine Untersuchungshaft Schultes weiterbestehen. Seine Haft würde sonst automatisch am 23. März - sechs Monate nach seiner Festnahme - enden.

Das Fondshaus Wölbern hatte rund 1,4 Milliarden Euro überwiegend in Immobilienfonds investiert und dafür rund 40.000 Anleger geworben.

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