Heinrich von Pierer
Keine Langeweile ohne Siemens

„Wer rastet, der rostet“ besagt ein altes Sprichwort. Heinrich von Pierer muss sich diesbezüglich kaum sorgen. Auch ohne den Posten als Aufsichtsratchef bei Siemens wird er vermutlich gut zu tun haben. Seine Liste an Ämtern und Tätigkeiten ist üppig und beinhaltet weit mehr als Posten in Kontrollgremien.

Aufsichtsratschef bei Siemens ist er nun nicht mehr. Ohne Arbeit ist Heinrich von Pierer dennoch nicht. Er hat noch etliche weitere Tätigkeiten auf seiner Liste. Und bisher sieht es nicht so aus, als wolle er diese Posten abgeben.

Pierer ist Mitglied der Aufsichtsräte einiger großer deutscher Unternehmen. So kontrolliert er den Vorstand des Autobauers Volkswagen oder der Deutschen Bank ebenso wie die Führungsriege der Münchner Rück oder dem Bauunternehmen Hochtief. Einen Platz hat er auch im Aufsichtsrat des Stahlkonzerns ThyssenKrupp. Ein Amt im Kontrollgremium des Pharmaherstellers Bayer bekleidet er auch.

Der gebürtige Franke bleibt seiner Heimat auch als Honorarprofessor der Universität Erlangen-Nürnberg treu. Im Januar vergangenen Jahres erhielt er diesen Titel für das Fach Industriebetriebslehre. Von Pierer hatte selbst an der Universität Rechtswissenschaften und Volkswirtschaft studiert. Schon bevor er den Titel Honorarprofessor erhielt, gab er sein Wissen an Studierende weiter. Seit Jahren hatte er schon an der Fakultät Seminare gehalten.

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel hält an Pierer fest. Im Mai vergangenen Jahres traf sich im Bundeskanzleramt der „Rat für Innovationen und Wachstum“, dem eine bunte Mischung aus Persönlichkeiten der Wissenschaft und Wirtschaft angehören. Auch Pierer sitzt in diesem Gremium, das die Bundesregierung rund um Fragen innovative Ideen berät. Er ist jedoch nicht nur ein Mitglied dieses Rates, er leitet ihn. Ihm Mai 2006 kam der Rat denn zu seiner ersten Sitzung zusammen.

Regierungssprecher Thomas Steg sagte, Angela Merkel wolle von Pierer auch weiterhin als Wirtschaftsberater haben. Die Qualität der Arbeit von Pierers sei unbestritten. So fügt er in klassischer Zeugnissprache hinzu: Von Pierer habe seine Tätigkeit stets mit Leidenschaft und „zu großer Zufriedenheit der Kanzlerin“ ausgeführt.

Schon vor der Tätigkeit im Rat setzte die Bundeskanzlerin auf den Franken: Einen Monat vor der Bundestagswahl wurde von Pierer wirtschaftspolitischer Chefberater der Kanzlerkandidatin. Damals mit der Aussicht, dem Rat „für Innovationen und Wachstum“ vorzustehen, sollte Angela Merkel die Wahl gewinnen.

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