Heinz Jörg Fuhrmann
Salzgitter wechselt Chef früher aus

Früher als geplant übernimmt Heinz Jörg Fuhrmann die Leitung von Salzgitter. Bisher ist der 54-Jährige bei dem Stahlkonzern für die Finanzen verantwortlich. Weil nun ein Nachfolger für diesen Posten feststeht, wechselt Fuhrmann schon zum 1. Februar an die Unternehmensspitze. Auf den gebürtigen Duisburger wartet eine anspruchsvolle Aufgabe.
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DÜSSELDORF. Der Stahlkonzern Salzgitter bekommt früher als geplant einen neuen Vorstandschef. Bereits zum 1. Februar wird Heinz Jörg Fuhrmann die Nachfolge von Amtsinhaber Wolfgang Leese antreten, wie das Unternehmen gestern nach einer Aufsichtsratssitzung mitteilte. Ursprünglich sollte Fuhrmann den Posten im Juli übernehmen.

Der langjährige Salzgitter-Chef Leese scheidet altersbedingt aus und hat sich zu dem vorzeitigen Rückzug entschieden, da mit der kürzlich erfolgten Berufung von Burkhard Becker auch die Nachfolge von Fuhrmann als Finanzvorstand geklärt ist.

Mit Fuhrmann erklimmt kein Unbekannter die Konzernspitze. Der 54-Jährige ist seit 1996 im Vorstand des zweitgrößten deutschen Stahlproduzenten, die vergangenen neun Jahre verantwortete er das Finanzressort. Und das äußerst erfolgreich: Die Salzgitter AG ist schuldenfrei und könnte nun nach dem Ende der Krise Zukäufe tätigen.

Auch wenn sich der gebürtige Duisburger in den vergangenen Jahren um die Finanzen der Gesellschaft gekümmert hat, die Stahlerzeugung ist ihm nicht fremd. Nach dem Studium der Eisenhüttenkunde hat er einige Jahre in dem Bereich geforscht, noch heute ist er Honorarprofessor an der RWTH Aachen.

Auf Fuhrmann wartet trotz der soliden Finanzausstattung eine anspruchsvolle Aufgabe. So muss er die langfristige Unabhängigkeit des Stahlkonzerns absichern, da sich eines Tages das Land Niedersachsen als größter Aktionär verabschieden wird.

Im Vergleich zu Konkurrenten wie Thyssen-Krupp und Arcelor-Mittal sind die Niedersachsen ein kleiner Spieler auf dem Stahlmarkt.

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