Helmut Leube
Auf in die USA!

Der neue Deutz-Chef Helmut Leube nimmt sich viel vor: Der 54-jährige promovierte Ingenieur treibt den Konzern ins Ausland. Der Kölner Motorenhersteller soll wesentlich mehr als bisher in Werken außerhalb Deutschlands fertigen, auch in den USA.

KÖLN. Der Unterschied könnte nicht größer sein: Hier der eher kleine Amerikaner Gordon Riske, ein quirliger Verkäufertyp mit Glatze und dunkel-gerahmter Brille. Dort der 1,92 Meter große Helmut Leube, ein sachlicher Techniker mit leicht angegrautem, kurz geschnittenem Vollbart und randloser Brille.

Riske hat Deutz vor dem Untergang gerettet und auf die Kernkompetenz Dieselmotoren konzentriert. Im vergangenen September ist er als Chef zum Gabelstapler-Hersteller Kion abgewandert.

„Die Wiederaufnahme der Dividendenzahlung nach 20 Jahren ist sein Werk“, bekennt Leube neidlos. Der gebürtige Hesse ist der Neue, der den traditionsreichen Kölner Motorenspezialisten seit 1. Februar führt.

Leube präsentiert heute in der neuen Hauptverwaltung im Kölner Stadtteil Porz-Eil die Bilanz für das Geschäftsjahr 2007: Der Umsatz stieg um 29 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro und das operative Ergebnis um 43 Prozent auf 95 Millionen Euro. Das kann sich sehen lassen.

Der an der Elite-Uni RWTH Aachen promovierte Maschinenbauer Leube hat es leichter als sein Vorgänger Riske. Der nach dem US-Anbieter Cummins zweitgrößte konzernunabhängige Motorenspezialist der Welt ist wirtschaftlich gerettet, das Boomjahr 2007 hat das Werk bis an die Grenzen ausgelastet.

„Ich stehe für Kontinuität“, sagt Leube zwar im Gespräch mit dem Handelsblatt. „Das Unternehmen ist solide aufgestellt und auf einen guten Weg gebracht worden.“Doch jetzt geht es darum, die bislang vernachlässigte internationale Fertigung voranzutreiben. Außerdem steht auf Leubes Agenda, noch näher am Kunden zu produzieren und die Abläufe im Unternehmen zu verbessern. Hier sieht der Neue noch Nachholbedarf. Und hier kann er seine Erfahrung einbringen.

In seinen 17 Jahren beim bayerischen Autokonzern BMW hatte Leube viel mit Motoren zu tun. Er führte die Motorenfertigung im Stammwerk München und war später unter anderem Werkleiter. „Ich kehre zu meinen beruflichen Wurzeln zurück“, beschreibt Leube seine neue Aufgabe. Bei Deutz will er darauf achten, dass er die Kosten im Griff behält. Aus der Autoproduktion könne man einiges auf die Fertigung bei Deutz übertragen, findet er.

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