Henry J. Kaiser ließ den Hoover-Damm bauen, seine Liberty-Ships brachten US-Truppen im Zweiten Weltkrieg nach Europa
Henry J. Kaiser: Monumente in Beton und Stahl

Er gilt als Vater des modernene Schiffbaus - der US-Amerikaner Henry John Kaiser. Berühmt wurde der Sohn eines aus Deutschland eingewanderten Schusters allerdings durch den Hoover-Damm. Mit seinen rund 100 Firmen hatte er von den 30er-Jahren bis in die 50er Jahre seine Finger in nahezu allen Branchen der US-Wirtschaft.

Ein typischer Feierabend in einer Stadt im Kalifornien der 1940er-Jahre: Ein Familienvater fährt in seinem Straßenkreuzer Marke Kaiser auf einer von Kaiser erbauten Straße nach Hause in den von Kaiser errichteten Vorort, wo seine Frau just in dem Moment, da er in der Auffahrt hält, das Abendessen aus dem Kaiser-Kühlschrank holt.

Von den 30er-Jahren bis hinein in die 50er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts war der Name Kaiser in den USA allgegenwärtig – und stets bezog er sich auf einen einzigen Mann: Henry John Kaiser. Der Sohn eines aus Deutschland eingewanderten Schusters war einer der bedeutendsten und vielseitigsten amerikanischen Unternehmer – und mit seinen rund 100 Firmen hatte er seine Finger in nahezu allen Branchen der US-Wirtschaft.

Doch der Name Henry Kaiser stand auch für ein Unternehmertum, das neben dem Streben nach Profit politisch und gesellschaftlich Einfluss nimmt. Ihm gelang es meisterhaft, Netzwerke zwischen Politik und Wirtschaft zu knüpfen, und Kaisers Nimbus war so groß, dass US-Präsident Franklin D. Roosevelt erwog, ihn zu seinem Kandidaten für die Vize-Präsidentschaft im Wahlkampf 1944 zu machen.

Roosevelt wusste, was er an Kaiser hatte. Der Unternehmer war einer der wichtigsten Mitstreiter in der Politik des „New Deal“, jener Beschäftigungs- und Investitionsoffensive, die Anfang der 1930er-Jahre dazu beitrug, dass die USA aus der schweren wirtschaftlichen Depression herauskam. Im Zweiten Weltkrieg half er mit seinem unternehmerischen und organisatorischen Genie, das Land seiner Vorfahren niederzuringen – stets nach seinem Motto: „Wenn deine Arbeit für dich spricht, unterbrich nicht.“

Hart zu arbeiten war der Schustersohn seit seiner Kindheit gewohnt. Der kleine Henry wuchs in armen Verhältnissen auf. Schon früh musste er zum Lebensunterhalt der Familie beitragen: Mit 13 Jahren verdiente er sein erstes Geld. Später arbeitete er als Ladenangesteller, dann bekam er einen Job in einer Zementfabrik.

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