Herrhausen Gesellschaft
Anshu Jain sticht Jürgen Fitschen aus

Der künftige Deutsche-Bank-Co-Chef, Anshu Jain, weitet seinen Einfluss aus. Er übernimmt den Kuratoriumsvorsitz der Alfred Herrhausen Gesellschaft und kommt damit Jürgen Fitschen zuvor.
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Der künftige Co-Chef der Deutschen Bank, Anshu Jain, übernimmt als Nachfolger von Josef Ackermann den Kuratoriumsvorsitz der Alfred Herrhausen Gesellschaft. Davon wurde nach Informationen des Handelsblatts der Vorstand der Deutschen Bank in dieser Woche unterrichtet.

Dies schafft für Jain eine Plattform zum Aufbau wichtiger Kontakte außerhalb der Bankenwelt. Die nach dem ehemaligen Chef der Deutschen Bank benannte Herrhausen Gesellschaft veranstaltet als unabhängige, gemeinnützige Tochter der Bank prominent besetzte Kongresse zu gesellschaftlichen und politischen Fragen.

Wer in der Herrhausen Gesellschaft das Sagen hat, gilt im politischen Betrieb als „Mr. Deutsche Bank“. Deshalb bedeutet Jains neuer Posten einen Rückschlag für Co-Chef Jürgen Fitschen, der sich selbst die Rolle als Verbindungsmann zur Politik zugedacht hatte.

Um Kontinuität an der Spitze der Gesellschaft zu gewährleisten, wurde der Vertrag von Geschäftsführer Wolfgang Nowak, der von Jain und von Ackermann geschätzt wird, verlängert. Er wäre Ende Mai ausgelaufen.

Wenn Nowak voraussichtlich im nächsten Jahr aus Altersgründen ausscheidet, gilt der Cheflobbyist der Bank, Thomas Matussek, ein Vertrauter Jains, als Favorit. Eine Doppelfunktion als Cheflobbyist und Geschäftsführer der Gesellschaft wäre allerdings ein Traditionsbruch. Matussek müsste sich entscheiden.

Nicole Bastian
Nicole Bastian
Handelsblatt / Ressortleiterin Ausland
Robert Landgraf
Robert Landgraf
Handelsblatt / Chefkorrespondent Finanzmärkte

Kommentare zu " Herrhausen Gesellschaft: Anshu Jain sticht Jürgen Fitschen aus"

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  • Wann und wo hat der Steuerzahler für die Deutsche Bank gezahlt? Kommen Sie jetzt nicht mit der "indirekten Hilfe" durch die Rettung anderer Banken! Auch die AIG Milliarden dürfen Sie getrost vergessen, denn Versicherungen schließt JEDER ab, um im Schadenfall nicht auf den Kosten sitzen zu bleiben! Das Trennbanken-
    System wird von der Vizepräsidentin der Bundesbank (Lautenschlager) von Prof. Gerke und anderen aus vielfältigen Gründen verworfen. Die genannten Personen stehen sicher NICHT im Verdacht "besondere Freunde" der Deutschen Bank zu sein. Nachplappern kann jeder, doch das muss nicht immer richtig sein!

  • @FlashGoordon
    Deutsche Bank Aktie
    Total Shareholder Return in 10 Jahren - 43,5 Prozent
    Aktienrückkäufe seit 2002 ist 301,6 Mio Aktien für 18,1 Mrd. Euro
    Kapitalerhöhung 2010 Ausgabe 308,6 Mio Aktien für 10,2 Mrd. Euro macht aufgerundet 9 Mrd. Euro versenkt.
    In diesen ganzen 10 Jahren war der Inder mit in der Verantwortung

  • Die Deutsche Bank zahlt in 1 Jahr so viele Steuern, wie Sie in Ihrem ganzen Leben nicht - selbst wenn Sie Millionär wären !

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