HHLA will Vertrag nicht verlängern
Hafen-Chef Peters droht Jobverlust

Die geplatzten Bahn-Pläne könnten Klaus-Dieter Peters, Vorstandschef der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA), den Job kosten: Die Arbeitnehmervertreter wollen auf der nächsten Aufsichtsratssitzung am 5. April dagegen stimmen, den Vertrag des HHLA-Chefs zu verlängern.

HB HAMBURG. „Davon kann man ausgehen“, sagte Fred Timm, stellvertretender HHLA-Aufsichtsratsvorsitzender, dem Handelsblatt. Peters habe sich nicht gegen einen Mehrheitsverkauf der Gesellschaft an die Deutsche Bahn ausgesprochen und damit die Arbeitsplätze gefährdet. „Er hat sich nicht genügend für die Mitarbeiter eingesetzt“, sagte Timm. Nach Angaben Timms läuft Peters’ Vertrag Ende des Jahres aus.

Die Bahn und der Hamburger Senat hatten mehrere Monate über einen Verkauf der Mehrheit an der HHLA und der Hamburger Hochbahn verhandelt. Im Gegenzug sollte die Bahn ihren Firmensitz von Berlin in die Hansestadt verlagern. Aus den Plänen wurde nichts.

Der 52-jährige Peters kann als HHLA-Chef nur wiedergewählt werden, wenn Aufsichtsratschef Peter von Foerster für ihn mit seiner Doppelstimme votiert. Ein HHLA-Sprecher lehnte einen Kommentar ab. Peters übernahm im April 2003 den Chefposten. Er saß lange im Vorstand der Bahn-Tochter Schenker.

Hamburgs Wirtschaftssenator Gunnar Uldall (CDU), der die Kapitalseite des städtischen Unternehmens HHLA vertritt, stärkt Peters den Rücken. „Der Vorstand unter seinem Vorsitz hat in den vergangenen drei Jahren sehr erfolgreich gearbeitet“, sagte Uldall. Für ihn sei deshalb eine angebliche Nichtverlängerung des Vertrags von Peters „unerklärlich“.

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