Hintergrund
Stichwort: Das Rechtsgespräch

Bei einem Rechtsgespräch diskutieren Richter, Staatsanwälte und Verteidiger über den bisherigen Verlauf des Prozesses. Trotz aller Differenzen überlegen die Parteien gemeinsam, wie sie das Verfahren unter Umständen beschleunigen können.

Die Themen: Bei einem Rechtsgespräch diskutieren Richter, Staatsanwälte und Verteidiger über den bisherigen Verlauf des Prozesses. Trotz aller Differenzen überlegen die Parteien gemeinsam, wie sie das Verfahren unter Umständen beschleunigen können.

Es wird unter Ausschluss der Angeklagten (Ein Verteidiger sagt: "Da sind kühle Köpfe gefordert") und der Öffentlichkeit vor allem darum gehen, die Beweisaufnahme rechtlich zu bewerten. Verteidigung und Staatsanwaltschaft werden wissen wollen, wo das Gericht noch Beweisbedarf sieht. Auch könnte darüber gesprochen werden, ob das Verfahren gegen einzelne Angeklagte, etwa gegen Dietmar Droste und Jürgen Ladberg, abgetrennt oder, wie im Fall Josef Ackermann von vielen vermutet, gegen Zahlung einer Geldauflage eingestellt wird. Eine Diskussion darüber aber sei "weder theoretisch noch praktisch zwingend", hat Ackermann-Verteidiger Klaus Volk betont. Sicher ist indes: Alle Entscheidungen, die bei einem Rechtsgespräch getroffen werden, müssen einvernehmlich sein.

Das Ergebnis: Richterin Brigitte Koppenhöfer wird im Anschluss an das Gespräch die Hauptverhandlung fortsetzen und die Öffentlichkeit über das Resultat der Diskussion informieren. Spätestens dann dürfte klar sein, ob es tatsächlich zu einer Beschleunigung des Verfahrens kommen wird - sei es durch die Abtrennung einzelner Prozessteile oder durch die Straffung der Zeugenliste.

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