Hintergrund
Stichwort: Management auf Zeit

Interimsmanager springen in Unternehmen kurzfristig und befristet ein, um plötzlich auftretende Personalvakanzen auszufüllen, um bei Nachfolgeproblemen einen geregelten Übergang sicherzustellen, um mit ihrem Wissen in Schieflage geratene Unternehmen zu sanieren oder neu zu organisieren. Hinzu kommt zunehmend die Verantwortung für einzelne Projekte, für die innerhalb des Unternehmens kein entsprechendes Wissen verfügbar ist – eine häufige Folge des Personalabbaus. Beispiele sind der Aufbau einer bestimmten Abteilung, einer Auslandsgesellschaft, die Begleitung von Übernahmen und Fusionen sowie die Vorbereitung von Börsengängen.

Eine Umfrage unter 150 Managern auf Zeit der Interims- Manager-Vermittlung Ludwig Heuse hat ergeben, dass Agenturen in Deutschland 2002 etwa 20 Prozent der IM vermittelt haben, nach 27 Prozent im Jahr zuvor. Den meisten Projekten, konstant knapp 60 Prozent, lagen persönliche Kontakte bzw. Eigenakquise zu Grunde. Andere Kontaktvermittler sind Steuerberater, Personalberater, Banken und Beteiligungsgesellschaften.

Das geschätzte Marktvolumen für Interims-Management in Deutschland liegt bei etwa 80 bis 140 Mill. Euro Beratungshonorar jährlich. Experten erwarten Wachstumsraten von 10 bis 30 Prozent pro Jahr. Bezahlt werden IM per Tagessatz; die Honorare liegen zwischen 750 und 2 500 Euro. Laut Heuse- Umfrage lag der durchschnittliche Tagessatz 2002 bei gut 900 Euro.

Literatur: Vera Bloemer, „Interim Management: Top-Kräfte auf Zeit“, Metropolitan Verlag, 2003, 194 Seiten, 24,90 Euro.

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