Hintergrund
Zur Person: Peter Schwartz

Zukunftsforscher Peter Schwartz hat sich mit der Planung von Szenarien international einen Namen gemacht. Er will mit dieser Technik Organisationen dazu anleiten, „das Undenkbare zu denken“. Schwartz entwirft alternative Geschichten oder Szenarien, wie sich die Zukunft entwickeln könnte. Sein 1991 erschienener Bestseller „The Art of the Long View“ hat das Konzept und das Vokabular der Szenarien-Planung Unternehmen in der ganzen Welt nahe gebracht.

Für einen Zukunftsforscher hat Schwartz aber auch eine eindrucksvolle Vergangenheit vorzuweisen. Bevor er zu Royal Dutch/Shell in London kam, war er Direktor des Strategic Environment Centers von SRI International, einem der innovativsten Forschungszentren im Silicon Valley.

Bei Shell fand er in Pierre Wack, dem gefeierten Planungschef der Erdölgesellschaft, einen Mentor. Von 1982 bis 1986 leitete Schwartz die Szenarien-Planung des Unternehmens. Unter seiner Ägide verbuchten die Strategen von Shell einige bemerkenswerte Erfolge. So hatten sie 1982 richtig spekuliert, der Ölpreis könnte auf 16 Dollar je Barrel sacken. Sie hatten auch den Zusammenbruch der Sowjetunion um Jahre vorweggenommen.

Schwartz gründete 1987 zusammen mit einigen anderen die Firma Global Business Network (GBN). Sie hat sich darauf spezialisiert, Unternehmen bei der Umsetzung der Szenarien-Planung zu beraten.

Der Kundenstamm von GBN, die in der Monitor Consulting Group aufgegangen ist, umfasst viele Fortune-500-Unternehmen, die US-Forschungsagentur für Rüstung Defense Advanced Research Projects Agency (DARPA) und den US-Geheimdienst CIA.

Schwartz hat eine Reihe von einflussreichen Büchern und Artikeln verfasst, darunter „When Good Companies Do Bad Things“ zusammen mit Blair Gibb.

In seinem jüngsten Buch „The Long Boom“ prognostizierte Schwartz mit seinen Co-Autoren Peter Leyden und Joel Hyatt 25 Jahre ununterbrochenes Wirtschaftswachstum und Wohlstand. Der derzeitige Abschwung scheint seine Theorie zu widerlegen.

Schwartz hat auch beratend dazu beigetragen, die Skripts für mehrere Filme auszuarbeiten, darunter „Deep Impact“, „War Games“ und „Sneakers“. Gerade hat er ein Team von Zukunftsforschern zusammengestellt, das für den Film „Minority Report“ von Steven Spielberg die Welt im Jahre 2058 entstehen ließ.

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