Hochkarätiger Abgang
Investmentbanker Doll wechselt zu Lazard

Die Investmentbank Lazard holt sich mit Alexander Doll in Deutschland Verstärkung. Der 38-jährige Banker kommt von der UBS und ist einer der ersten hochkarätigen Abgänge in Frankfurt nach den Turbulenzen bei der Schweizer Mutter. Weitere dürften folgen.

FRANKFURT. Zwar stehe die Frankfurter UBS-Niederlassung im Konzernvergleich gut da, ist aus Finanzkreisen zu hören. Allerdings sorgten die zusammengestrichenen Boni 2008 und die Unsicherheit über die weitere Entwicklung für Unsicherheit. Banker orientieren sich deshalb in die Richtung von Instituten, bei denen der Staat keinen Einfluss habe.

Diesen Kampf um Talente hatte bereits der Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann, jüngst thematisiert. Seine Absage an jegliche Art von Hilfsmaßnahmen des Staates in der Finanzkrise begründete er gerade auch mit den Wettbewerbsvorteilen beim Engagement guter Banker.

Der dunkelhaarige Doll mit dem offenen Blick entschied sich allerdings für Lazard. Er arbeitete acht Jahre für die UBS und beriet öffentliche Institutionen und europäische Unternehmen bei Transaktionen in den Bereichen Transport, Logistik, Infrastruktur, Konsumgüter und Handel.

Dabei arbeitete der Banker unter anderem als einer der Konsortialführer beim geplanten Börsengang der Deutschen Bahn. Das Projekt wurde allerdings im Herbst 2008 angesichts der Turbulenzen an den Börsen abgesagt. Auch beriet er Lufthansa bei vielen Transaktionen und half beim Börsengang der Schienenlogistikgruppe VTG. Doll werden gute Beziehungen zu Topleuten in den Ministerien in Berlin nachgesagt.

Robert Landgraf
Robert Landgraf
Handelsblatt / Chefkorrespondent Finanzmärkte
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