Höchstes deutsches Steuergericht
Zweitwohnung bis 60 Quadratmeter abzugsfähig

Der Bundesfinanzhof hat erstmals Grenzen für die Anrechnung von Wohnungskosten bei doppelter Haushaltsführung festgelegt. "Notwendige Mehraufwendungen" für eine Wohnung am Beschäftigungsort können laut Einkommensteuergesetzes als Werbungskosten oder Betriebsausgaben angerechnet werden.

HB MÜNCHEN. Notwendig sei eine Wohnung bis zu 60 Quadratmetern Wohnfläche und einem nach Lage und Ausstattung durchschnittlichen Wohnstandard, stellte das höchste deutsche Steuergericht in zwei am Mittwoch veröffentlichten Urteilen klar.

Diese Flächenbegrenzung könne auch nicht mit der Begründung überschritten werden, dass ein Mangel an kleineren Wohnungen herrsche, die Wohnungswahl eilig sei oder dass zu der Wohnung ein Zimmer gehöre, das teilweise auch als Büro genutzt werde. Nur wenn ein Zimmer die Voraussetzungen eines steuerrechtlich anzuerkennenden Arbeitszimmers erfüllten, wären diese Aufwendungen gesondert zu beurteilen.

(Aktenzeichen: Bundesfinanzhof VI R 10/06 und VI R 23/05)

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