Hubert Lienhard: Voith: Keine Zeit für Prunk

Hubert Lienhard
Voith: Keine Zeit für Prunk

Der neue Voith-Chef Hubert Lienhard muss den erfolgsverwöhnten Anlagenbauer durch die Wirtschaftskrise führen. Er verhandelt über Stellenabbau und Kurzarbeit.

STUTTGART.Gleich zu Beginn trifft der neue Chef eine harte Entscheidung: Hubert Lienhard stoppt kurz vor Baubeginn die neue Firmenzentrale des schwäbischen Anlagenbauers in Heidenheim. Der Stopp im Juli vergangenen Jahres überrascht selbst Konzernkenner, die das langfristige Denken des Familienunternehmens schätzen.

Stararchitekt Helmut Jahn sollte dem Konzern in der Provinz mit einem futuristischen Bau zu einem standesgemäßen Auftritt verhelfen. Doch die Angebote für den Prachtbau überstiegen das Budget von 35 Millionen gewaltig. Lienhard, für das Projekt selbst verantwortlich, zog die Reißleine. "Man darf den Kopf nicht vergessen. Dann ist es einfach, das Herzblut abzustellen", sagt der mittelgroße Mann mit den grauen Schläfen heute.

Heute, in der Wirtschaftskrise, ist er sehr froh über seine Entscheidung. "Wir wären jetzt im Rohbau, und das würde kaum in die Zeit passen", betont Lienhard. Voith ist einer der weltweit führenden Hersteller von Papiermaschinen und produziert gemeinsam mit Siemens Wasserkraftwerke. Darüber hinaus stellt der Mittelständler Antriebskomponenten für Lokomotiven und Lastwagen her und wartet Industrieanlagen.

Seite 1:

Voith: Keine Zeit für Prunk

Seite 2:

Seite 3:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%