Hubert Sühr zieht in den Vorstand der Landesbank Rheinland-Pfalz ein
Botschafter aus Stuttgart

Hubert Sühr, derzeit Generalbevollmächtigter und Leiter des Bereichs Personal bei der LBBW, rückt zum 1. Juni 2005 in den Vorstand der LRP ein.

FRANKFURT. Die geplante Verzahnung der Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP) mit der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) wird nun auch im Top-Management des Mainzer Instituts vollzogen. Wie beide Banken mitteilten, rückt Hubert Sühr, derzeit Generalbevollmächtigter und Leiter des Bereichs Personal bei der LBBW, zum 1. Juni 2005 in den Vorstand der LRP ein. Mit dem Einzug des 59-jährigen Sühr ist der vierköpfige Vorstand der LRP wieder komplett. Die Mainzer Landesbank wird seit Januar als Tochter der sehr viel größeren LBBW geführt.

Sühr wird bei der LRP Konzernsteuerung, Controlling, Beteiligungen, Informationstechnologie, Revision und Recht verantworten. Die Position war unbesetzt, nachdem Friedhelm Plogmann zum Jahresanfang den Vorstandsvorsitz bei der LRP übernommen hat.

Obwohl die LRP ertragsstark ist, hatten ihr die Ratingagenturen im vergangenen Jahr signalisiert, dass sie für eine gute Bonitätsnote nach dem Wegfall der staatlichen Ausfallgarantien Mitte 2005 eine neue Eigentümerstruktur braucht. Denn als einzige öffentlich-rechtliche Landesbank war das Land an der LRP nicht beteiligt; auf einen Wiedereinstieg konnte sich die Landesregierung nicht verständigen.

Ratingagenturen werten Länderbeteiligungen als starke Verpflichtung, ihren Instituten im Notfall beizustehen. Daraufhin hatten sowohl die Landesbank Hessen-Thüringen als auch die LBBW um die Mainzer geworben, wobei die Stuttgarter am Ende weit reichende Zugeständnisse bezüglich des Standorterhalts und des selbstständigen Marktauftritts der LRP machten.

Allerdings muss die Tochter im Gegenzug eine zweistellige Eigenkapitalrendite abliefern. Über zukünftige Synergien und Kosteneinsparungen will die LRP-Spitze heute in Mainz auf ihrer Bilanzpressekonferenz berichten. Der gebürtige Kölner Sühr kennt die öffentlich-rechtliche Bankenwelt aus dem Effeff. Sein Werdegang führte ihn von der Stadtsparkasse Köln über den Württembergischen Sparkassen- und Giroverband zur Südwestdeutschen Landesbank.

„Sühr ist erfahren, sachorientiert, gradlinig und offen. Als Botschafter und Mittler zwischen Mainz und Stuttgart ist er genau die richtige Besetzung“, sagt ein Weggefährte.

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