HV bei Berkshire Hathaway
Investor-Legende Warren Buffett räumt Fehler ein

Der legendäre Investor Warren Buffett hat in der Affäre um David Sokol Fehler eingeräumt. Die Aktionäre stellen auf der weltberühmten Hauptversammlung viele Fragen dazu, doch die meisten stehen zum „Orakel von Omaha“.
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OmahaWarren Buffett redet Klartext: Die Situation rund um seinen ehemaligen Top-Manager David Sokol „ist unerklärlich und unentschuldbar“, sagte der 80-jährige Investor, als er von der großen Bühne zu seinen Aktionären sprach. Rund 40 000 Menschen sind zu dem legendären Spektakel an den Firmensitz von Berkshire Hathaway nach Omaha im Bundesstaat Nebraska gekommen. Sie wollen wie jedes Jahr ihren Helden sehen. Doch in diesem Jahr interessiert sie vor allem eines: Antworten rund um den Fall Sokol.

David Sokol galt lange Zeit als aussichtsreichster Kandidat für die Buffett-Nachfolge. Im März reichte er überraschend seinen Rücktritt ein, nachdem bekannt wurde, dass er persönlich in das Chemie-Unternehmen Lubrizol investiert und später Buffett überzeugt hatte, in das Unternehmen einzusteigen. Sokol hatte dadurch mehrere Millionen Dollar Gewinn gemacht und seinem Chef offenbar nur beiläufig von seinen Aktienkäufen mitgeteilt.

„Ich habe offensichtlich einen großen Fehler gemacht. Ich hätte fragen sollen: ‚Wann hast du die Aktien gekauft’“, räumte Buffett am Samstag ein. Er ist bekannt dafür, großen Wert auf ethisch korrektes Verhalten zu legen.

Wenige Tage vor der Hauptversammlung hatte Berkshire einen Report veröffentlicht, wonach Sokol seinen Chef absichtlich in die Irre geführt haben soll.

Auch wenn Buffett derzeit von New Yorker Investment-Managern scharf kritisiert wird, viele kleine Aktionäre sind nach wie vor loyal. „Meiner Meinung nach ist Warren Buffett Superman“, sagt Ernie Fierro aus Omaha, der zum sechsten Mal in Folge auf dem Aktionärstreffen ist. Viele hat das „Orakel von Omaha“ reich gemacht. Bei vielen genießt Buffett deshalb nach wie vor Kult-Status.

Doch die Stimmung ist nicht nur wegen Sokol gedrückt. Das erste Quartal in diesem Jahr war deutlich schwächer als ein Jahr zuvor. Das Konglomerat, zu dem unter andrem Versicherungen, ein Cowboy-Stiefel-Hersteller und ein Eisenbahn-Konzern gehört, meldete einen vorläufigen Gewinneinbruch von 58 Prozent auf 1,51 Milliarden Dollar. Die endgültigen Zahlen werden in den nächsten Tagen veröffentlicht.

Vor allem die Naturkatastrophen in Japan, Neuseeland und Australien in den vergangenen Monaten haben Berskhires Versicherungsgeschäft große Verluste beschert. „Wir hatten große Katastrophen in der Region Asia/Pazifik, die die Rückversicherer hart getroffen hat“, sagt der Investor. Insgesamt geht er von Verlusten in Höhe von rund 1,6 Milliarden Dollar im ersten Quartal aus. Gut eine Milliarde davon entfällt allein auf das Erdbeben in Japan.

Der Berkshire-Chef rechnet damit, dass die Ereignisse die gesamte Rückversicherungsbranche rund 50 Milliarden Dollar kosten werden. „Wir machen davon rund drei bis fünf Prozent aus“, so Buffett. Berkshire Hathaway ist auch an dem Rückversicherer Munich Re beteiligt. Zum ersten Mal in neun Jahren werde Berkshire im Versicherungsgeschäft dieses Jahr wohl einen Verlust melden. Immerhin: Die meisten anderen Geschäftsbereiche hätten sich dagegen gut entwickelt.

Der Berkshire-Chef legt Wert darauf, dass das von ihm als „Woodstock für Kapitalisten“ benannte Event eigentlich so ist, wie immer.

Die Veranstaltung in der großen Messehalle in Omaha hatte mit einem Film begonnen, der die Stimmung auflockern sollte und Buffett auf die Schippe nahm. In diesem Jahr spielte Arnold Schwarzenegger die Hauptrolle. Der futuristische Zeichentrick-Streifen zeigte den als „Terminator“ bekannten Schauspieler, der bis vor kurzem noch Gouverneur des Bundesstaates Kalifornien war.

Governator Arnie wird im Jahr 2085 von Warren angeheuert, um die Welt von einer bösen Trading-Maschine namens „Moody’s“ zu befreien, die selbstständig Aktien handelt und Warren Buffett – einen der wenigen Gegner dieser Methode – vernichten will. Am Ende siegen – natürlich – das Orakel und der Gouvernator.

Astrid Dörner ist Korrespondentin in New York.
Astrid Dörner
Handelsblatt / Deskchefin Agenda

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  • Bei solch einer Rechtsschreibung muss ich fragen: "Wer hat denn da gesoffen?"

  • Eine Frage: Haben Sie jemals Warren Buffetts Biographie gelesen? Dann wüssten Sie eigentlich, dass eben er jemand ist, der sich vom "einfachen Bürger", wie Sie es bezeichnen, zum Multimilliardär hochgearbeitet hat. Jeder hat seine Chance, etwas zu bewegen, man muss nur den entsprechenden Einsatz zeigen.
    Ferner frage ich mich, was ihre Aussage, dass "wir normale Bürger gar nicht die Chancen und Mittel haben um etwas zu bewegen" mit dem vorliegenden Artikel zu tun hat.
    Verzeihen Sie mir die Kritik, allerdings musste es einfach mal gesagt werden.

  • Laßt und doch endlich mit dem Geldgauner und seiner riesen Firma in ruhe, ich kann Buffet schon nicht mehr hören, weil wir normale Bürger gar nicht dire Chnacen und Mittel haben und was zu bewegen.
    Handelablatt Deine Redakteure sind wohl besoffen immer so einen Schmarren zu schreiben!

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