HVB-Chef Rampl sieht Übernahme durch Unicredito auf gutem Weg
Christine Licci behält ihren Job

Christine Licci wird auch nach der Übernahme der Hypo-Vereinsbank durch die italienische Unicredito weiter das Privatkundengeschäft der HVB in Deutschland leiten.

HB MÜNCHEN. Die Personalentscheidung verkündete Dieter Rampl am Montagabend in München. Bisher galt die Zukunft Liccis in der Branche als offen. Laut Rampl ist man auch bei den anderen Personalfragen im Zusammenhang mit der Fusion weit vorangekommen. Bei der Besetzung des Firmenkundenvorstands in der Holding gebe es aber noch Klärungsbedarf.

Die 40-jährige Licci sitzt erst seit Januar dieses Jahres im HVB-Vorstand und sollte das Privatkundengeschäft in Deutschland sanieren. Mit viel Vorschusslorbeeren bedacht, konnte die ehemalige Chefin der Citibank Deutschland bisher noch keine Akzente setzen. Offenbar ist die Südtirolerin von der Übernahme kalt erwischt worden. Mitte April sagte sie noch in einem Interview: "Eine Übernahme oder eine Fusion sehe ich zur Zeit nicht." Damals liefen die Gespräche mit den Italienern aber schon.

Obgleich Licci froh sein darf, ihren Job zu behalten, bedeutet es doch einen Rückschritt für sie. Sie rutscht in einer fusionierten Bank in die zweite Reihe ab. Als deutscher Privatkundenvorstand müsste sie nach Italien an den Privatkundenvorstand Roberto Nicastro berichten. Der Absturz ist tief: Im "Manager-Magazin" wurde noch kolportiert, Licci strebe die Nachfolge Rampls an.

Möglicher Kandidat für den Posten des Firmenkundenvorstands auf oberster Ebene ist Johann Berger, der im April von der Immobilienbank Hypo Real Estate zur HVB gewechselt war und dort unter anderem für Firmenkunden und Immobilien zuständig ist. Es ist aber noch nicht entschieden, ob der Posten mit einem Italiener oder einem Deutschen besetzt wird.

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