Ian Livingston
Schottischer Überflieger greift bei BT durch

Ian Livingston verordnet dem britischen Telekomriesen einen klaren Sparkurs - und der Sparte Global Services einen neuen Chef

LONDON. Ian Livingston verliert nicht gerne Zeit. Als die Spartenchefs dem neuen Chef zum ersten Mal Quartalszahlen vorlegten, stutzte er über schwache Ergebnisse bei Global Services. "Wer mir schlechte Zahlen vorlegt, der hat das Vergnügen, mehr Zeit in meiner Gesellschaft zu verbringen", sagt er. "Und je mehr ich da hineinschaute, desto weniger gefiel mir das." In den folgenden Wochen sei klar geworden, dass Spartenchef François Barrault seine Ziele nicht erreichen werde. "An diesem Punkt trat er dann zurück", umschreibt Livingston die Situation.

Das Signal ist deutlich: Bei BT geht es jetzt härter zur Sache. Dem Visionär Ben Verwaayen folgt der Vollstrecker Ian Livingston. Der Holländer hat einen der größten britischen Konzerne wieder aufgerichtet und den Verlust der Mobilfunksparte durch den Aufbau von Global Services zu einem führenden internationalen Telekom - und IT-Dienstleister kompensiert.

Doch nun zeigt sich, dass die Sparte Wachstum mit niedrigen Margen erkauft hat. Livingston hat darum den bisherigen Finanzchef Hanif Lalani an ihre Spitze beordert. Sparen heißt nun die Devise.

Seit Juni ist Livingston Chef, und wenn ihn der schwierige Start ärgert, dann zeigt er es nicht. Der hagere, blasse 44-Jährige mit den großen Augen verströmt eine Menge Energie. Im Pressegespräch im obersten Stockwerk der BT-Zentrale in der Londoner City spricht er schnell in seinem Glasgower Dialekt und lächelt viel.

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