Ian Robertson wird Chef der Luxusmarke
Rolls-Royce hat neuen Chauffeur

BMW-Chef Helmut Panke hat noch vor Jahresende seine derzeit heikelste Personalie gelöst: Neuer Chef der Luxusmarke Rolls-Royce wird der Leiter des BMW-Südafrika-Geschäfts, Ian Robertson.

HB MÜNCHEN. Der 46-jährige Brite wird zum 1. Februar BMW-Finanzchef Stefan Krause ablösen, der das Amt nach zwei Führungswechseln innerhalb eines Jahres kommissarisch nebenher übernommen hatte.

Im Frühjahr war der eigensinnige Tony Gott, der sich nie mit der Konzerndisziplin der Bayern anfreunden konnte, ausgeschieden. Dann musste Karl-Heinz Kalbfell ran, der eigentlich als Asien-Chef von BMW vorgesehen war. Doch der wechselte im Oktober zur Fiat-Tochter Alfa Romeo.

Robertson wird jetzt erst einmal die Aufgabe haben, Ruhe in die Führungsetage der Marke zu bringen. Der mit einer Zahnärztin verheiratete Vater zweier Kinder gilt als Teamspieler mit einem klaren Blick auf die Zahlen. Den wird er auch benötigen. Denn die Geschäfte bei Rolls-Royce sind im zweiten Jahr, seit BMW das Sagen hat, hinter den Erwartungen geblieben. Der Konzern hatte ursprünglich für 2004 den Absatz von 1000 Karossen geplant. Die Schönen und Reichen dieser Welt halten sich mit Bestellungen aber zurück. Bis Ende Oktober wurden erst 556 Fahrzeuge verkauft. Das Fahrzeug gilt als technisch brillant, wirkt aber mit seiner an einen Truck erinnernden Front als sehr schwerfällig. Zudem gibt es Probleme im Vertrieb.

Südafrika scheint jedenfalls ein gutes Pflaster für Autobosse in spe zu sein. Daimler-Chrysler-Chef Jürgen Schrempp, VW-Lenker Bernd Pischetsrieder und GM-Europa-Vize Karl-Peter Forster – sie alle haben ebenfalls eine längere Station am Kap hinter sich.

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