„Ich verlasse das Unternehmen“
Yukos-Chef Chodorkowski tritt zurück

Der Chef des russischen Ölkonzerns Yukos, Michail Chodorkowski, hat sei Amt niedergelegt. Der von der russischen Justiz wegen schweren Betrugs und Steuerhinterziehung beschuldigte Unternehmer war am 25. Oktober inhaftiert worden.

HB MOSKAU. Er begründete seinen Schritt damit, das Unternehmen aus der Schusslinie der gegen ihn gerichteten Ermittlungen nehmen zu wollen. Sein Nachfolger soll unternehmensnahen Kreisen zufolge der bisherige Vorsitzende des Yukos-Direktoriums, Simon Kukes, werden. Ein Anwalt Chodorkowskis warf den russischen Behörden vor, im Stile eines autoritären Staates das Recht zu missachten. Die Staatsanwaltschaft hatte den Konzernchef am 25. Oktober unter dem Vorwurf des Betrugs und der Steuerhinterziehung festgenommen und später einen großen Teil der Aktien des Unternehmens beschlagnahmt.

„Als Führungskraft der Firma muss ich mein Äußerstes tun, um unsere Mannschaft aus der Schusslinie zu nehmen nach dem Angriff, der gegen mich und meine Partner gerichtet ist“, erklärte der 40-Jährige in einem Fax an Reuters. Er sei sicher, dass ein erfahrenes Management-Team mit Unterstützung des Direktoriums erfolgreich die Globalisierungsstrategie des jüngst mit dem Konkurrenten Sibneft fusionierten Yukos-Konzerns vorantreiben werde. Der größte russische Ölkonzern wird an den Finanzmärkten derzeit als Übernahmeziel für den US-Ölgiganten Exxon Mobil gehandelt.

Die im RTS-Index gehandelten Aktien von Yukos stiegen um 12,95 % auf 12,65 Dollar, in dem in Rubel gehandelten Micex-Index gar um 13,39 % auf 391,20 Rubel. Sie lagen damit aber immer noch um rund 15 % unter ihrem Stand vor der Chodorkowski-Festnahme.

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