IFM
Rabatt-Übersättigung bremst die Einkaufs-Freude

Deutschlands Verbraucher sind der Rabatte, Kundenkarten, Coupons, Treueprämien oder überdrüssig. Sie wollen wieder transparente Markt-Verhältnisse und Spaß am Einkaufsbummel haben. Das sind die Ergebnisse einer qualitativen Marktforschungs-Studie des ifm Wirkungen + Strategien, Köln.

Auf Basis von vierzig tiefenpsychologischen Interviews stellte sich heraus, dass Rabatte und ähnliche Verkaufsförderungs-Maßnahmen im Einzelfall zwar einen kaufverlockenden Effekt haben können, aber die aktuell im Übermaß auf die Verbraucher einstürzende Rabatte verunsichern. Ein Rabatt könne dem Verbraucher nur solange das Gefühl vermitteln, dass er einen Überschuss erwirtschaftet, wie einigermaßen stabile Preis-Orientierungen vorherrschen. In den heutigen "Geiz-ist-geil-Zeiten" seien Preismarkierungen jedoch ins Rutschen geraten, so die Studie.

Psychologisch wirke die Rabatt-Flut auf die Testpersonen wie "Gasgeben und Bremsen zugleich". Auf der einen Seite nehmen Verbraucher gerne die angebotenen Vorteile mit - auf der anderen Seite verstärkt die panische Rabatt-Schlacht die Krisen-Stimmung, bürdet dem Verbraucher die Pflicht zu ständigen Rechnereien auf und nimmt ihm damit die Konsum-Freude.

Fazit: In der Krise verschaffen Rabatte dem Handel zwar einen Zeitgewinn, eignen sich aber nicht als Ersatz für neue Strategien der Produkt- und Marken-Entwicklung. Kunden suchen heute eine stabile Orientierung am Markt - sie wollen zuverlässige Niedrigpreis-Anbieter, eindeutige Luxus-Shops und plausible Einordnungen im Mittelfeld.

Langfassung der Studie bei IFM abrufbar.

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