IFRS oder US-GAAP
Bilanzierungsregeln sollen sich an Mittelstand ausrichten

Bei der Weiterentwicklung der internationalen Bilanzierungsregeln soll sich die Bundesregierung nach dem Willen der FDP verstärkt für die Interessen des deutschen Mittelstands einsetzen.

HB BERLIN. Die Bilanzierung nach IFRS (International Financial Reporting Standards) gehe derzeit vom Grundgedanken der Börsennotierung aus und sei für viele kleinere Unternehmen nicht geeignet, sagte Hartfrid Wolff (FDP) am Donnerstagabend im Bundestag.

Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesjustizministerium, Alfred Hartenbach (SPD), versicherte, die Regierung setze sich in den entsprechenden Gremien bereits dafür ein, Erleichterungen und praktikable Regelungen für Mittelständler zu schaffen. Darüber hinaus arbeite die Koalition an einem Bilanzierungs-Modernisierungs-Gesetz.

Kapitalmarktorientierte Unternehmen in Deutschland müssen ihre Jahresbilanzen künftig den internationalen IFRS-Standards anpassen. Von Unternehmen mit Börsennotierung in den USA werden darüber hinaus Bilanzen nach US-GAAP verlangt. Den meisten Betrieben in Deutschland ist es allerdings freigestellt, ob sie sich an den deutschen oder den internationalen Bilanzregeln ausrichten. Nach einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) sehen 80 Prozent der deutschen Mittelständler keine Notwendigkeit, ihre Rechnungslegung umzustellen.

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