Im Bezahlfernsehen: Michel Friedman moderiert US-Serie "Law & Order"

Im Bezahlfernsehen
Michel Friedman moderiert US-Serie "Law & Order"

Das Warten ist vorbei: Michael Friedman kehrt zurück ins Fernsehen. Ab Mitte März darf er eine Sendung über Kriminalfälle moderieren. Sein künftiger Chef hält ihn für eine "ideale Besetzung", die hessische CDU sieht darin eine "Geschmacklosigkeit".

HB HAMBURG. Nach Angaben von Universal Studios Networks Deutschland wird der Jurist im Pay-TV-Kanal 13th Street eine Gesprächssendung mit prominenten Gästen moderieren, die inhaltlich in Verbindung mit der US-Serie „Law & Order“ steht. In „Im Zweifel für ... Friedmans Talk“ werde der 47-Jährige mit seinen Gästen ausgewählte Fälle diskutieren, die auch in Deutschland die Menschen bewegen. Produziert wird die Sendung von der Firma TV 21, die auch die ARD-Talkshow „Sabine Christiansen“ herstellt.

Die Pläne, das CDU-Mitglieder Michel Friedman als Moderator einer TV-Serie über Kriminalfälle zu verpflichten, stoßen in der hessischen CDU auf Empörung. Der medienpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion in Wiesbaden, Volker Hoff, meinte am Donnerstag: „Eine derartige Verpflichtung Friedmans wäre an Geschmacklosigkeit kaum zu überbieten.“ Hoff wies darauf hin, dass erst vor wenige Monaten Friedmans „Verbindungen ins Milieu von Koksern und illegalem Menschenhandel“ bekannt geworden seien.

Der nur von Premiere-Abonnenten zu empfangende Sender will ab Mitte März immer montags bis freitags von 20.15 bis 21.45 Uhr Doppelfolgen der in den USA erfolgreichen Serie „Law & Order“ zeigen. Universal-Geschäftsführer Wolfram Winter nannte Friedman am Donnerstag einen kompetenten und scharfsinnigen Moderator. „Als promovierter Jurist ist er die ideale Besetzung für eine Rechts- Talkshow.“ Friedman selbst nannte die neue Aufgabe eine Herausforderung, auf die er sich als Journalist wie auch als Anwalt freue.

Friedman (47), Inhaber einer Frankfurter Anwaltskanzlei, hatte im vergangenen Jahr nach einer Kokain- und Sexaffäre seine Talkshows „Friedman“ und „Vorsicht! Friedman“ in der ARD und dem Hessischen Rundfunk aufgegeben und alle öffentlichen Ämter niedergelegt. Er war zuvor Vizepräsident des Zentralrats der Juden gewesen. Im Herbst kehrte er in die Öffentlichkeit als Aufsichtsrat der Wall AG, als Herausgeber beim Aufbau-Verlag und als Kolumnist bei der Zeitschrift „Max“ zurück. Im Fernsehen war er seitdem nur als Gast in Talkshows

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