Immobilienfonds
Pyramide vor Gericht

Der Fondsanbieter Fundus hat weiter Ärger mit verärgerten Anlegern. Stein des Anstoßes sind Investitionen in das Ostberliner Gebäude "Pyramide", an der sich ein Kläger beteiligt hatte. Das Landgericht Aachen schlug sich jetzt auf die Seite eines Zeichners des "Fonds 27" - und verdonnerte die Fundus-Gruppe zur Zahlung ausgebliebener Ausschüttungen.

Die Fundus-Gruppe muss 24 542 Euro zahlen (1 O 419/07). Der Fonds hatte Anfang der Neunziger in das Ostberliner Bürogebäude "Pyramide" investiert und 1999 eine Kapitalerhöhung gemacht, an der sich der Kläger mit 200 000 Mark beteiligte. Anleger, hieß es im dazugehörigen Prospekt, hätten die Möglichkeit, "eine jährliche Vorzugsausschüttung von sechs Prozent auf den Nominalbetrag bis 2007, die von der Fundus garantiert ist, zu erhalten".

Doch 2004 stoppte der Fonds die Vorzugsausschüttungen, und Fundus-Geschäftsführer Anno August Jagdfeld bestritt, dass die Gesellschaft eine gültige Garantie abgegeben habe. Zu Unrecht, sagten die Richter. Dem "eindeutigen Wortlaut" zufolge liege eine Garantie vor, dem Mann stünden die ausgebliebenen Ausschüttungen zu. Dass die Pyramide verkauft sei, ändere nichts daran. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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