Immobilienkauf
Grausiger Fund rechtfertigt Rücktritt vom Vertrag

Wenn der Makler verschwiegen hat, dass der Vorbesitzer in dem Haus Selbstmord begangen hat, darf ein Hauskäufer vom Vertrag zurücktreten.

Das hat das Oberlandesgericht Celle entschieden (16 U 38/07). Ein Mann aus Hannover hatte im März 2006 ein Haus in Grömitz an der Ostsee für 346 000 Euro gekauft. Kurz darauf erfuhr er zufällig von einem Handwerker, dass sich die Vorbesitzer ein Jahr zuvor in dem Haus erhängt hatten und dass die Leichen des Ehepaares erst nach Wochen entdeckt worden seien, in stark verwestem Zustand.

Der Makler hatte dem Käufer dagegen erzählt, die früheren Eigentümer hätten sich in Spanien umgebracht. Das sei eine "arglistige Täuschung", so die Richter. Womöglich können die Erben des toten Paares den von ihnen beauftragten Makler jetzt wegen der Lüge in Regress nehmen.

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