In den USA müssen Top-Manager vorsorgen und Nachfolger systematisch aufbauen
Und wer kann für Sie einspringen?

Als McDonalds-Chef Jim Cantalupo vor kurzem ganz plötzlich an einer Herzattacke starb, ging ein Rumoren durch die Führungsetagen der Burger-Brater. Wer wird Nachfolger? Was passiert jetzt mit der Führung im Unternehmen? Fragen, die nicht nur McDonald’s–Aktionäre brennend interessierten.

LOS ANGELES. Ohne große Aufregung und relativ reibungslos gab McDonald’s nur wenige Tage nach dem Tod von Cantalupo bekannt, dass Charlie Bell den unerwartet vakanten Posten als CEO übernehmen würde. Folge eines schon seit Jahren implementierten Nachfolger-Plans beim US-Unternehmen. Solche Pläne gehören in den USA in einer sich ständig veränderten Unternehmenskultur so sehr zum Büroalltag wie das tägliche Gießen der Zimmerpflanzen im Vorzimmer des Generaldirektors.

„Enormes betriebswirtschaftliches Wachstum und die auf uns zukommende Pensionierungswelle von Millionen von Babyboomern erfordert einen genauen Plan, damit die reibungslose Unternehmensführung auf Jahre im voraus garantiert ist“, sagt George Canble, der als Direktor der Personalabteilung von Henrico County in Virginia mehr als 4 000 Angestellte unter seinen Fittichen hat. „Wir haben vor zwei Jahren einen solchen Plan eingerichtet, und es funktioniert wunderbar“, fügt der Personalmanager hinzu. 57 Prozent aller offenen Posten in der Gemeinde konnten innerbetrieblich besetzt werden.

Eine Studie der Unternehmensberatung Korn Ferry International in New York ergab, dass ein formaler Management-Nachfolge-Plan einer der wichtigsten Faktoren in einem gut geführten Unternehmen ist. Unterstützt wird die These von Korn Ferry mit dem Ergebnis einer Erhebung an der Wall Street. 908 Direktoren von 209 ausgewählten Unternehmen der Fortune-1 000-Firmen bestätigten den Unternehmensberatern, dass sie nur erfolgreich arbeiten können, weil sie einen formalen Nachfolge-Plan haben. Der wichtigste Faktor, warum Nachfolger-Pläne scheitern? Fehler der Manager bei der Ausführung, so eine Studie der Research Firma Cutting Edge aus Durham im US-Bundesstaat North Carolina.

Wie aber wird ein geeigneter Nachfolger ausfindig gemacht? Und warum sollte der Auswechselspieler geduldig an der Seitenlinie warten, wenn er doch den Boss vom Thron stoßen könnte ohne einen langwierigen Nachfolge-Plan?

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