In Familienbesitz
Bertelsmann-Manager soll Haniel-Vorstandschef werden

Jedoch hat Bertelsmann-Vorstandsmitglied Ewald Walgenbach die Spitzenposition beim Duisburger Handelskonzern Haniel abgelehnt. Walgenbach (46) werde in Gütersloh bleiben, sagte ein Bertelsmann-Sprecher am Dienstag.

HB DUISBURG. Haniel wolle den Bertelsmann-Manager Ewald Walgenbach für den seit Ende 2004 vakanten Posten verpflichten, berichtete das „Manager Magazin“am Dienstag vorab aus seiner am Freitag erscheinenden Ausgabe. Eine Haniel-Sprecherin sagte indes: „Wir haben noch keinen Vorstandschef.“ Der Konzern suche noch nach einem Manager und habe noch keine Entscheidung getroffen.

Das „Manager Magazin“ berichtete weiter, Bertelsmann wolle Walgenbach nicht aus seinem Vertrag entlassen. Der Haniel-Aufsichtsrat sei aber offenbar bereit, den vakanten Posten notfalls einige Monate für Walgenbach freizuhalten.

Walgenbach ist bei Bertelsmann als Vorstandschef der Direct Group für das Clubgeschäft zuständig. Die Sparte war längere Zeit ein Sorgenkind des Medienkonzerns und konnte 2003 nur knapp der Verlustzone entkommen. Für das vergangene Jahr wird mit einer deutlich besseren Ergebnissituation gerechnet. Lediglich bei den deutschen Clubs stehen noch rote Zahlen zu Buche.

Der Haniel-Konzern beschäftigt 54 000 Mitarbeiter. Der Posten an der Spitze des Konzerns ist seit dem Tod von Haniel-Chef Günther Hülse im vergangenen November unbesetzt. Haniel hatte 2003 einen Umsatz von 23 Milliarden Euro eingefahren und einen Gewinn von 391 Millionen Euro verbucht. Der in Familienbesitz befindliche Konzern ist unter anderem am Handelsriesen Metro beteiligt.

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