In-Game Advertising
"Ich denke, die ganze Branche lernt"

Als CEO Massive Incorporated lenkt Cory van Arsdale das In-Game Advertising Business für Microsoft. Kunde in den USA ist die Filmindustrie wie der Pizzabäcker um die Ecke

absatzwirtschaft: Herr van Arsdale, als CEO von Massive Incorporated geht Microsoft in das In Game Advertising Business? Ist das nicht ein bisschen weit weg vom Kerngeschäft?

VAN ARSDALE: Überhaupt nicht. Ein Element unserer Strategie ist, in neue Märkte zu gehen, und ein solcher Bereich ist In-Game Ads. Glauben Sie es oder nicht, der durchschnittliche Deutsche spielt wöchentlich 13 Stunden Video-Games. Wenn Sie die Menschen erreichen wollen - hier sind sie. Meine Aufgabe ist es, diesen Markt von der exotischen Ecke in ein Must-to-Have zu bringen.

absatzwirtschaft: Ist das Medium wirklich so stark wie uns deren Anbieter versichern?

VAN ARSDALE: Der Videogame-Markt beschleunigt sich mehr als jeder andere Markt in der Welt. Er ist größer als das Hollywood der letzten zehn bis fünfzehn Jahre. Der Blockbuster "Spiderman" beispielsweise spielte am ersten Wochenende 150 Millionen US-Dollar ein. "HALO 3 - Das Spiel" setzte am ersten Tag 170 Millionen US-Dollar um.

absatzwirtschaft: Wo sehen Sie die Stärken des Mediums?

VAN ARSDALE: Spiele bieten einem engagierten Spieler qualitativ hochwertige Inhalte und die Möglichkeit der Interaktion. Forscher von Omnicom bewerten einen engagierten Spieler so hoch wie acht reguläre Zuschauer. Damit gewinnt auch die Spielewerbung einen achtmal höheren Impact.

absatzwirtschaft: Lässt sich die Zielgruppe segmentieren?

VAN ARSDALE: Die Gruppe der 15 bis 34jährigen ist mit 40 Prozent und über sechs Millionen Spieler deutschlandweit die stärkste Gruppe, bei den 35 bis 54jährigen finden sich über vier Millionen aktive Spieler. Wir sprechen von Casual Gamers, die sich gelegentlich einschalten, von Core Gamers, die jedes neue Spiel auf dem Markt spielen und von Title Gamers, die ihre Spiele fest installieren. Während die Casual Gamers zu 66 Prozent Frauen sind, die online Puzzle Games und Card Games spielen, sind die Title Gamer und die Core Gamer zu 74 Prozent beziehungsweise 83 Prozent männlich. Die Title Gamer sind eher spieltreu, die Core Gamer spielen bevorzugt Sportspiele.

absatzwirtschaft: An welche Formate denken Sie in erster Linie, wenn Sie von In Game Ads sprechen?

VAN ARSDALE: Neben dem Around-Advertising, kleinen Schaltungen irgendwo in einer Ecke, die noch nichts mit dem Spiel selbst zu tun haben, unterscheiden wir sogenannte statische und dynamische Werbeformen. Statisch heißt, das Spiel hat gestaltbare, in das Spiel integrierte, nicht veränderbare Elemente, etwa die Uniformen eines Spielerteams oder bestimmte Automodelle. Was allerdings in letzter Zeit wirklich interessant wird, ist der Bereich der dynamischen Werbeformate, im Spielverlauf erscheinende, separat und auf Zeit zu buchende Formate wie eine Plakatwand, eine Bandenwerbung oder andere zuschaltbare Formate.

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