Industriedienstleister
Ferrostaal-Vorstand Pohlmann geht

Andreas Pohlmann verlässt Ferrostaal. In dem Unternehmen war er bisher als Compliance-Vorstand tätig. Er begründete den Rückzug unter anderem mit fehlender Unterstützung durch die Eigentümer.
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DüsseldorfDer Industriedienstleister Ferrostaal verliert seinen obersten Korruptionsjäger. Compliance-Vorstand Andreas Pohlmann habe sein Amt niedergelegt, wie das Handelsblatt aus dem Konzernumfeld erfahren hat. Der 53-Jährige war für die Aufarbeitung der vielfältigen Korruptionsvorwürfe verantwortlich, die das Essener Unternehmen seit zwei Jahren erschüttern.

Pohlmann habe seinen Rücktritt auch mit der fehlenden Unterstützung durch die Eigentümer, dem arabischen Staatsfonds IPIC und MAN, begründet, hieß es in den Kreisen. Die beiden Unternehmen haben sich bislang nicht darauf einigen können, wer für die Kosten aufkommen muss, die etwa für die interne Ermittlungen angefallen sind. In Summe geht es um rund eine halbe Milliarde Euro.

Da sich dieses Verfahren nun erheblich länger als erwartet hinziehe, habe Pohlmann den Aufsichtsrat am Donnerstag darüber informiert, dass er das Unternehmen verlassen werde. Nun werde über die Modalitäten der Vertragsauflösung verhandelt, hieß es in den Kreisen. Pohlmann war erst im vergangenen Jahr von Siemens zu Ferrostaal gewechselt.

Durch Pohlmanns’ Weggang verschärft sich die Führungskrise bei Ferrostaal; erst kürzlich hatte Finanzvorstand Peter Sassenfeld seinen Posten niedergelegt und zum März scheidet Joachim Ludwig aus dem Gremium aus. Konzernchef Jan Secher verbleibt damit als einziger im Vorstand.

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  • Dies ist zunaechst eine sehr erfreuliche Nachricht. Herr Pohlmann hat dem Unternehmen Ferrostaal mit seinen voellig masslosen und nie der Sachlage und den Tatbestaenden angemessenen Untersuchungsmethoden und seinen Kommentaren gegenueber der Oeffentlichkeit nachhaltig geschadet.
    Sein Weggang macht leider auch deutlich, wie schlecht es um das Unternehmen bestellt ist. Herr Pohlmann hat sicher erkannt, dass sein fuerstliches Gehalt und die Mittel fuer seine Abfindung in naher Zukunft kaum mehr von der Ferrostaal aufgebracht werden koennen.





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