Industriegaskonzern
Reitzle ab 2016 Linde-Aufsichtsratschef

Erst nächstes Jahr gibt Reitzle den Chefposten bei Linde ab, 2016 soll er schon im Kontrollgremium des Konzerns sitzen. Das hat das „Manager Magazin“ berichtet, Linde-Sprecher wollen sich nicht dazu äußern.
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MünchenDer scheidende Linde-Chef Wolfgang Reitzle soll nach einem Bericht des „Manager Magazins“ in zweieinhalb Jahren Aufsichtsratschef des Industriegasekonzerns werden. Bei der Hauptversammlung im Jahr 2016 solle Reitzle zur Wahl in das Kontrollgremium vorgeschlagen werden, wenn er die gesetzlich erwünschte Abkühlungszeit für ehemalige Vorstände erfüllt habe, hieß es in einem Vorabbericht des Magazins.

Auf diesen Ablauf hätten sich die Kontrolleure auf ihrer letzten Sitzung im September nach einem entsprechenden Vorstoß des amtierenden Aufsichtsratsvorsitzenden Manfred Schneider verständigt, hieß es weiter. Schneider werde dann zurücktreten, obwohl er noch bis 2018 gewählt sei. Ein Linde-Sprecher wollte sich am Donnerstag zu dem Bericht nicht äußern.

Reitzle gibt den Chefposten bei dem Dax-Konzern mit Erreichen der Altersgrenze im kommenden Jahr an den Chemie-Manager Wolfgang Büchele ab. Ursprünglich hatte Reitzle dem Vernehmen nach Ambitionen, direkt in den Aufsichtsrat zu wechseln. Nach dem Gesetz dürfen Vorstandsmitglieder aber nicht mehr nahtlos in das Kontrollgremium eines Unternehmens wechseln, sondern müssen zwei Jahre warten. Reitzle ist auch Chefkontrolleur des Autozulieferers Continental. Zudem soll er im kommenden Jahr Verwaltungsratspräsident des Schweizer Zementherstellers Holcim werden.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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