Infineon
Ulrich Schumacher muss um Abfindung bangen

Der ehemalige Chef des Chipherstellers Infineon, Ulrich Schumacher, muss um seine Abfindung in Höhe von 5,25 Millionen Euro bangen: Der Konzern hat den Aufhebungsvertrag gekündigt, nachdem bei einer Tiefenprüfung von Schumachers Abrechnungen schwere Unregelmäßigkeiten ruchbar wurden.

HB MÜNCHEN. Ein Sprecher des Unternehmens sagte am Mittwoch, Infineon habe den Ende 2004 geschlossenen Aufhebungsvertrag mit Schumacher gekündigt. Weil dadurch der ursprüngliche Dienstvertrag wieder gegolten hätte, der Schumachers Anstellung regelte, sei auch dieser fristlos gekündigt worden.Zum Hintergrund wollte sich der Sprecher nicht äußern.

Nach Informationen der Zeitschrift „Manager-Magazins“ geht die doppelte Kündigung auf eine Überprüfung der Reise- und Spesenabrechnungen Schumachers durch die interne Revision zurück. In ihrem Bericht konstantierten die Prüfer, der im März 2004 geschasste Vorstandschef habe „konsequent private und dienstliche Belange vermischt“. Sollte Infineon mit der Rechtsauffassung durchkommen, müsse Schumacher die bereits überwiesene Hälfte der Abfindung wieder zurückzahlen. Die Zahlung der zweiten Hälfte hatte Infineon-Aufsichtsratschef Max Dietrich Kley im Herbst 2005 ausgesetzt.

Schumacher war damals im Rahmen der Vorermittlungen zu Korruptionsvorwürfen im Zusammenhang mit Motorsportveranstaltungen vom Zeugen zum Beschuldigten geworden. Dies habe auch zu der internen Revision geführt, hieß es im „Manager-Magazin“. Ein Berater Schumachers habe die Vorgänge als Attacke Kleys gewertet, der gegen den Ex-Infineon-Chef „einen Privatkrieg“ führe, hieß es, Schumacher sei der Revisionsbericht nicht bekannt.

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