Initiative „Dialog im Dunkeln“ ausgezeichnet
Integration blinder Menschen fördern

Wie sich Ökonomisches und Soziales sinnvoll verbinden lässt, zeigen mittlerweile auch in Deutschland viele Unternehmer: Sie bauen Geschäftsmodelle, mit denen sich soziale Probleme abschwächen lassen, auf, die sich selbst tragen und langfristig nicht auf staatliche Zuwendungen angewiesen sind. Dieses Ziel hat sich auch Andreas Heinecke gesetzt mit seiner Initative "Dialog im Dunkeln" gesetzt.

Heinecke will die Integration blinder Menschen fördern und ihnen feste Arbeitsplätze verschaffen. Heinecke hat dazu eine Ausstellung entwickelt, in der Blinde die Besucher durch völlig abgedunkelte Räume führen. Denen soll ein ungewöhnliches Erlebnis geboten werden, denn man spürt dort nur Düfte, Winde, Temperaturen und Töne. Die Initiative hat 130 Wechselausstellungen in Europa, Amerika und Asien organisiert und versteht sich als echtes Unternehmen, dass sich immer stärker selbst durch Eintrittsgelder und Lizenzen finanziert.

Für das Konzept wurde "Dialog im Dunkeln" in der Kategorie "Nachhaltiges Unternehmertum" des Harvard-Wettbewerbs ausgezeichnet. "Social entrepreneurship" wird aus Sicht vieler Experten angesichts der finanziellen Situation des Staates und der Kirchen immer wichtiger, um soziale Aufgaben mit unternehmerischen Mitteln zu erfüllen.

75 Arbeitsplätze hat "Dialog im Dunkeln" geschaffen, viele davon für Blinde. Heinecke sieht seine Consens Ausstellungs GmbH als "social franchise", denn die Wechsel- und Dauerausstellungen werden von eigenständigen Unternehmern betrieben. Der 50-Jährige will das Konzept nun in weitere Länder exportieren. So soll ein weltweites Netz von Ausstellungsmachern entstehen.

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