Innovationsmanagement
Beobachten, was der Kunde braucht

Für die Entwickler von Electrolux gibt es nichts Spannenderes, als anderen bei der alltäglichen Hausarbeit zuzusehen. Denn wie ist die wirkliche Leistung eines Produktes besser zu beobachten als bei seinem Einsatz? Innovationsorientierte Unternehmen setzen auf Kundennähe, eine zugeschnittene Unternehmensorganisation und kontrollierte Prozesse.

BERLIN. Mit Faulheit hat das nichts zu tun, die Electrolux-Leute gehen so ihrer Arbeit nach – und die heißt: Neue Geräte entwickeln, um letztlich die Mühsal zwischen Staubsaugen und Wäschewaschen in erträglichen Grenzen zu halten.



Diese Art der teilnehmenden Beobachtung ist Teil des Innovationsmanagements des Konzerns und heißt neudeutsch „Consumer Insight“. So werden direkt an der Quelle Bedürfnisse des Konsumenten aufgespürt und Probleme mit bestehenden Produkten erkannt.

So muss es nicht in jeder Firma laufen. Wichtig jedoch ist, dass Unternehmen möglichst viel Wissen für neue Produkte zu sammeln, prüfen und auswählen. So hat ein deutscher Touristikkonzern – geplagt vom Trend zum schnellen Click auf den Billigflug und vom Rückgang bei Pauschalbuchungen – unlängst einen stattlich dotierten Innovationspreis für seine Mitarbeiter ausgelobt. Die besten Ideen wurden anschließend auf Mallorca ausgearbeitet – all inclusive, sprich: gemeinsam mit dem Vorstand des Unternehmens.

„Derartige Anstrengungen haben in Deutschland immer noch den schalen Beigeschmack der Turnvereinstombola. Dabei sind das gute Werkzeuge, wenn sie richtig aufgesetzt werden, um Innovationen zu erzeugen“, sagt Ralf Baron, Leiter des Düsseldorfer Büros der Unternehmensberatung Arthur D. Little.

Gezielte Aktionen wie diese sind gute Werkzeuge. Sie helfen auch, den Innovationsprozess in der Unternehmensorganisation verankern. Aus Erfahrung von Beratern begreifen viele Firmen die Suche und erfolgreiche Vermarktung neuer Produkte aber noch nicht als übergreifenden Prozess, der alle Bereiche erfasst: Forschung und Entwicklung, Produktion, Marketing, Controlling. „Innovationsmanagement wird nicht mehr nur als ingenieurmäßige Produktkreation begriffen, sondern umfasst die gesamte Unternehmensorganisation“, erläutert Baron.

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