Insiderhandel
Bill Gates und Kofi Annan setzen sich für Gupta ein

Im Prozess um Insider-Tipps des ehemaligen Goldman-Aufsehers Rajat Gupta geht es um das Strafmaß – ihm drohen bis zu 20 Jahre Haft. Das ruft Prominente auf den Plan, Bill Gates und Kofi Annan loben Guptas Engagement.
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New YorkIn der kommenden Woche wird im größten Hedgefonds-Insider-Skandal der USA das Urteil gegen Rajat Gupta verkündet. Die Anklage wirft dem ehemaligen Aufseher von Goldman Sachs vor, den Hauptbeschuldigten Raj Rajaratnam, Co-Gründer von Galleon, mit Aktien-Tipps versorgt zu haben. Doch Gupta hat prominente Fürsprecher, darunter Bill Gates, den Vorsitzenden der Microsoft und den früheren Uno-Generalsekretär Kofi Annan.

In Briefen an den Bezirksrichter Jed Rakoff in Manhattan, setzten sich Gates, Annan und mindestens weitere 200 Personen für Gupta ein. Gupta drohen bis zu 20 Jahre Gefängnis.

„Ich ersuche Sie, das Gute zu erkennen, dass Rajat in dieser Welt getan hat, seine Hilfe für andere anzuerkennen und seine Bemühungen zu berücksichtigen, das Leben von Millionen Menschen zu verbessern”, schrieb Annan mit Bezug auf Guptas Arbeiten an der Reform des Uno-Managements. Gates schrieb: „Ich möchte mich der Stimme der anderen Freunde und Kollegen von Rajat Gupta anschließen, die an Sie geschrieben haben, um Rajats Profil abzurunden.” Sodann wies er auf Guptas Engagement als Vorsitzender einer Gesellschaft zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria hin.

Gupta ist der prominenteste unter den 69 Personen, die im Zuge landesweiter Ermittlungen von Staatsanwaltschaft und der Bundespolizei FBI seit 2009 überführt wurden. Vor Goldman Sachs, wo er 2010 aus dem Vorstand ausschied, war Gupta von 1994 bis 2003 Managing Partner bei McKinsey sowie in den Aufsichtsgremien von Procter & Gamble, der Rockefeller Stiftung und der Bill & Melinda Gates Stiftung tätig.

Im Juni wurde der 63-Jährige in drei Fällen des Wertpapierbetrugs für schuldig erklärt sowie in einem Fall der Verschwörung. Die Höchststrafe für Wertpapierbetrug liegt bei 20 Jahren, die Strafe kann jedoch auch niedriger ausfallen.

Nach einem vierwöchigen Prozess hatte ein Geschworenengericht festgestellt, dass Gupta Tipps über Transaktionen bei Goldman an Rajaratnam weitergegeben hatte. Unter anderem ging es um Informationen über ein Investment von fünf Milliarden Dollar in Goldman Sachs durch Warren Buffetts Investmentholding Berkshire Hathaway im September 2008. Außerdem soll Gupta auf einen Quartalsverlust bei Goldman hingewiesen haben. Der 55-jährige Rajaratnam sitzt eine elfjährige Haftstrafe ab, weil er aufgrund der Tipps von Gupta und anderen Aktiengeschäfte getätigt hat.

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Auch Anshu Jains Cousin unter Unterzeichnern

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  • @j.nufer
    kein wunder dass hier kaum jemand die zeit mit einem komentar verschwendet,wenn man im voraus weiß, dass es keine wirkliche strafe für ihn geben wird. im höchsten fall eine bewährungsstrafe, also kein knast sondern weiterhin kaviar,und wenn es eine geldstrafe gibt, übernimmt die der jenige, der bei der verhandlung nicht genannt wurde, oder einer seiner "gönner". eine hand wäscht eben die andere.

  • Was mich wundert, ist die Tatsache, daß nur 2 Kommentare abgegeben wurden, davon 1 er gelöscht. Schade. Aber der Bericht zeigt nun mal klar, das Großkapital der Welt hält zusammen. hoffe die armen Richter werden hier nicht eingeknickt von anderer Seite. Schönen mittag noch

  • Es wäre typisch in dieser finanzkriese schuldige wie gupta, nur weil er "fürsprecher" hat,ungeschoren davon zu kommen. und anschließend dann noch einen dicken boni / entschädigung kassieren.bei uns in deutschland kommen sie ja auch alle ungeschoren davon. man muss nur die richtigen leute kennen, oder prominent sein.ich wäre in diesem fall für die höchststrafe !

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