Insolvenzplan angenommen
Geprellte Phoenix-Anleger müssen sich in Geduld üben

Die von der Kapitalanlagegesellschaft Phoenix geprellten Anleger haben einen Insolvenzplan mit überwiegender Mehrheit angenommen. Auf ihr Geld müssen die mehr als 30 000 Betroffenen allerdings länger warten als geplant, da ein Gläubiger Beschwerde gegen den Plan eingereicht hat.

HB FRANKFURT. Die betroffenen Phoenix-Anleger stimmten dem von Insolvenzverwalter Frank Schmitt erstellten Plan am Donnerstag zu fast 100 Prozent zu. Er regelt, nach welchem Berechnungsschlüssel die millionenschweren Forderungen der Phoenix-Anleger anerkannt und damit zumindest teilweise bedient werden. Der Insolvenzverwalter kommt auf Forderungen von knapp 674 Mill. Euro. Sichergestellt wurden bislang nur etwa 230 Mill. Euro.

"Der Widerspruch eines einzelnen Gläubigers, dem sich noch ein Beschwerdeverfahren anschließen könnte, bedeutet nun eine weitere Verzögerung bei der Auszahlung der sichergesellten Gelder", sagte Schmitt. Ursprünglich hätten rund 200 Mill. Euro im dritten Quartal 2007 an die Anleger verteilt werden sollen.

Phoenix hatte im März 2005 Insolvenzantrag gestellt. Die Gesellschaft hatte über Jahre Gelder eingesammelt und ihren Kunden vorgegaukelt, mittels Optionsgeschäften hohe Renditen zu erwirtschaften - die Gewinne existierten aber nur auf dem Papier.

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