Insolvenzverwalter stellt geringe Vermögensmasse fest
Falk-Gläubiger gehen größtenteils leer aus

Die Gläubiger der vier insolventen Gesellschaften der Falk-Gruppe haben kaum Chancen, auch nur einen Teil ihres eingesetzten Kapitals zurückzuerhalten.

rrl DÜSSELDORF. Insolvenzverwalter Josef Nachmann aus München kündigte nach den Gläubigerversammlungen an: "Angesichts der relativ geringen Massen in den einzelnen Verfahren ist für die einzelnen Gläubiger voraussichtlich mit keiner nennenswerten Quote zu rechnen." Die angemeldeten Forderungen beliefen sich auf mehr als eine halbe Mrd. Euro.



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Die Falk-Gruppe war eine der größten Anbieterinnen geschlossener Immobilienfonds in Deutschland. Sie geriet im vergangenen Jahr in Schwierigkeiten, nachdem der Absatz neuer Fonds einbrach. Früher gegebene Mietgarantien konnten auf Grund des Umsatzeinbruchs nicht eingehalten werden. Im April beantragten vier Gesellschaften der Falk-Gruppe Insolvenz. Inzwischen haben zwei Fonds und mehrere Immobilienobjektgesellschaften - an denen sich die Fonds beteiligt haben oder noch nicht aufgelegte Fonds beteiligen sollten - Insolvenz angemeldet.

Wie gering die Quoten voraussichtlich ausfallen werden, illustriert eine Aufstellung von Ralph Veil, der als Rechtsanwalt der Münchener Kanzlei Mattil & Kollegen eine Reihe von Falk-Anlegern vertritt. Danach belaufen sich die Forderungen gegen die Falk Asset Management (FAM), eine der Kerngesellschaften der Gruppe, auf rund 600 Mill. Euro. Dem steht ein Vermögen von 4,3 Mill. Euro gegenüber.

Zu den Leidtragenden zählen nicht nur die Anleger der Fonds, die noch Forderungen aus Mietgarantien gegen die Falk-Gruppe haben. Ganz besonders trifft es die 2 900 Anleger des Falk-Zinsfonds. Anwalt Veil zufolge betragen ihre Forderungen gegen die FAM 51 Mill. Euro. Weitere 24 Mill. Euro hat der Fonds an insolvente Objektgesellschaften ausgeliehen. Die Darlehen wurden allesamt nachrangig gegeben, so dass zuerst die vorrangigen Bankdarlehen bedient werden müssen. Der Anwalt erwartet daher, dass die Zinsfonds-Anleger leer ausgehen.

Laut Veil berichtete das Falk-Management auf den jüngsten Gläubigerversammlungen, dass die Anleger sämtlicher KG-Fonds Ausschüttungen an die Fonds zurückzahlen müssen. Dies Nachschussforderungen sind gerechtfertigt, wenn die Ausschüttungen in der Vergangenheit wegen fehlender Gewinne aus dem Eigenkapital erfolgten.

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