Intelligentes Personalmanagement kann Arbeitsplätze retten und die Motivation steigern
Flexibel und konkurrenzfähig

Bis Ende der neunziger Jahre reichten konventionelle Methoden, um Kundenwünsche flexibel zu befriedigen. Heute hat der Klassiker Überstunde zwar nicht vollends ausgedient, er gehört aber eher ins Museum der Arbeit.

Sanft gleitet die „Jewel of the Seas“ über die Ems. Mancher blickte im April dem neuen Kreuzfahrtschiff der Papenburger Meyer-Werft skeptisch hinterher. Denn die Jewel war eine schwimmende Jobmaschine. Aber nur auf Zeit. Eine Werft spiegelt die konjunkturellen Zyklen von (Über-) Produktion und Talsohle wie in einem Mikrokosmos: Wenn deutsche Firmen nicht im weltweiten Wettbewerb untergehen wollen, muss das Personalmanagement mehr zur Produktivkraft werden. Die Wellentäler der Produktion sind so leichter zu überwinden.

Auch Volkswagen macht die Standortsicherung von neuen Arbeitszeitmodellen abhängig. Ohne das Projekt 5 000 x 5 000 würde der Mini-Van Touran nicht in Wolfsburg und Hannover, sondern jenseits der Grenzen gefertigt. Und die Lufthansa, naturgemäß abhängig von Turbulenzen des Weltgeschehens, setzte auf ein kluges Personalmanagement, um die Folgen der Attentate vom 11. September abzufedern. Flexible Arbeitszeitsysteme – zu Wasser, zu Lande und in der Luft.

Bis Ende der neunziger Jahre reichten konventionelle Methoden, um Kundenwünsche flexibel zu befriedigen. Heute hat der Klassiker Überstunde zwar nicht vollends ausgedient, er gehört aber eher ins Museum der Arbeit.

In den EU-Staaten arbeitet bereits mehr als jeder Vierte außerhalb der normalen Arbeitszeit, jeder fünfte Arbeitnehmer führt ein Arbeitszeitkonto, stellte jetzt die Europäische Union in einer Studie fest. Eine Umfrage des Kölner Instituts für E-Management (Ifem) unterstreicht die Bedeutung intelligenter Arbeitszeitkonzepte in Deutschland: 80 Prozent der befragten 109 Vorstände börsennotierter Unternehmen halten Personaleinsatzplanung für ein gutes Mittel, um die Ressource Mitarbeiter besser zu nutzen. Heute, in der Krise, heißt es pragmatisch: Arbeitszeitmodelle sollen die Produktion günstiger machen. So erwarten 58 Prozent, dass die Kosten sinken, und 67 Prozent, dass die Geschäftsabläufe optimiert werden.

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