Italiener und Spanier sind die zufriedensten Arbeitnehmer
Sie sind ein Auserwählter!

Die Mitarbeiter ärgern sich am häufigsten über die Unternehmensführung. Und dass ihnen keiner sagt, was sie wirklich machen sollen.

Arbeitnehmer sollen nicht mit ganzem Herzen bei der Sache sein? Mit ganzem Herzen bei Job und Firma? Sie sind es jedenfalls stärker, als ihre Vorgesetzten ahnen. Nein, sie ärgern sich sogar grün und blau: Und zwar am meisten über die schlechte Führung ihres Unternehmens. Oder zumindest die subjektive empfundene, miese Führung.

In Deutschland regen sich 34 Prozent – europaweit 39 Prozent – der Beschäftigten mächtig über ihr Management auf. Dies ergibt eine Umfrage des Internet-Job-Portals Monster.de aus Wiesbaden. Ausnahmen bilden Italiener mit 13 Prozent und Spanier mit 20 Prozent, die sich zuletzt über die Chef-Etage ärgern.

Des weiteren: 30 Prozent der Befragten sehen ihre Leistungen nicht genügend anerkannt, europaweit sind es 24 Prozent. Auf Platz Drei stehen zu geringe Karrieremöglichkeiten mit 28 Prozent. Arbeitsüberlastung ist mit acht Prozent auf dem letzten Platz der Wut- Liste, auch europaweit. Dieses Ergebnis „räumt mit dem verbreiteten Klischee auf, dass in Büros und Werkshallen am meisten über Mehrarbeit geklagt wird,“ ist das Fazit von Kai Deininger, Chef von Monster.de.

Hierzu passt eine andere aktuelle Umfrage aus demselben Haus, bei der Arbeitnehmer den idealen Chef beschreiben sollten. Das erstaunlichste Ergebnis: Ein Großteil der Vorgesetzten scheint ihre Mitarbeiter darüber im Dunkeln zu lassen, was sie von ihnen erwarten. 42 Prozent der Befragten wünschen sich vom Chef Zielvorgaben.

25 Prozent der Beschäftigten halten die Vorgesetzten für zu unkritisch mit sich selbst. Mit 15 Prozent steht auf dem dritten Platz die Fähigkeit, Verantwortung zu delegieren. An letzter Stelle der Wunschliste steht der direkte Draht. Nur vier Prozent der Mitarbeiter möchten demgegenüber einen Vorturner, der für sie „regelmäßig erreichbar ist“.

Das deckt sich nahezu mit dem, was eine erfolgreiche Führungskraft ausmacht. Claus Weyrich, Vorstand bei Siemens, skizziert: „Erfolgreiche Manager setzen klare Ziele, delegieren Verantwortung und sind Koordinator, Motivator“ und auch Moderator beim Vermitteln zwischen unterschiedlichen Auffassungen.

Wie Chef das erreicht, darin gibt Management-Autor Jeffrey Fox aus Connecticut Nachhilfe: „Tolle Chefs haben Prinzipien, sind aufrichtig, moralisch und nehmen Anteil.“ Kurz – Dinge, die man schon in der Kindheit erlernt: Sich auf andere zu verlassen, mit Würde gewinnen und verlieren – und loyal zu sein. Sie stehen für das, wofür das Unternehmen steht. Und sie lassen es nicht zu, dass der Firmenname besudelt wird und dass Menschen, die dem Unternehmen verbunden sind, den Ruf der Firma beschädigen.

Fox' simples Rezept: „Ein großartiger Chef bewegt Menschen, lobt seine Mitarbeiter und spendet Ihnen Beifall. Er lässt die Leute an sich glauben und vermittelt Ihnen das Gefühl, sie seien etwas Besonderes, Auserwählte, Berufene. Bei einem großartigen Chef fühlen sich Mitarbeiter wohl.“ Und brauchen sich auch nicht grün und blau ärgern.

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