IW: Aufschwung geht weiter
Mittelständler klagen über Bürokratie

Deutschlands Unternehmen blicken voller Zuversicht in das kommende Jahr. Das geht aus der repräsentativen Herbstumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) unter mehr als 2000 Unternehmen hervor.

HB FRANKFURT/BERLIN. Trotz der für 2007 angekündigten Erhöhungen der Mehrwertsteuer rechnen die Unternehmen mit einer Fortsetzung des Aufschwungs. Die "Auslandsflanke" der Wirtschaft dürfte auf Grund der erwarteten Abschwächung der Weltwirtschaft zwar schwächer tendieren, die Exporte blieben aber weiter robust, sagte IW-Chef Michael Hüther. "Damit werden die Unternehmen verstärkt investieren und auch neue Arbeitsplätze in Deutschland schaffen." Die binnenwirtschaftliche Eigendynamik setze sich 2007 verstärkt fort.

Die Ergebnisse dieser Umfrage gehen einher mit dem unerwartet deutlichen Anstieg des Ifo-Indexes, einem der anerkanntesten Konjunkturbarometer in Deutschland, das ebenfalls auf einer Umfrage unter Unternehmen beruht. Nicht nur die Lage hatten von Ifo befragte Unternehmen im November nochmals besser beurteilt als im Vormonat - auch ihre Erwartungen bezüglich der Geschäftslage in den kommenden sechs Monaten hatten sich gesteigert.

Für dieses Jahr prognostizieren zahlreiche Bankvolkswirte sowie Wirtschaftsforschungsinstitute einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von deutlich mehr als zwei Prozent; für 2007 erwarten sie mehrheitlich eine Abschwächung auf unter zwei, aber mehr als ein Prozent. Auch das Kölner IW schätzt für 2006 ein Wachstum von fast 2,5 Prozent und für 2007 von gut 1,5 Prozent.

Ausschlaggebend für die trotz der Steuerbelastungen recht positiven Erwartungen für 2007 ist die exzellente Ausgangslage. Seit das IW im Jahr 2002 erstmals die gesamtdeutschen Unternehmen befragt hat, beurteilten sie ihre Lage noch nie so gut wie im Herbst 2006. Mehr als die Hälfte aller Befragten (gut 55 Prozent) verzeichnen gegenüber dem Vorjahr eine steigende Produktion, gerade einmal knapp 13 Prozent melden rückläufige Geschäfte. Auch die Beschäftigungssituation habe sich in den westdeutschen Unternehmen "gewaltig verbessert", schreibt das Institut.

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