Jahresziel bekräftigt
Neuer Aufsichtsratschef für die DZ Bank

Das genossenschaftliche Spitzeninstitut DZ- Bank hat einen neuen Aufsichtsratschef. Das Institut gibt sich optimistisch für das laufende Jahr, obwohl es die Finanzkrise zu spüren bekommt.

HB FRANKFURT. Die DZ Bank sieht sich trotz Belastungen aus der Finanzkrise auf Kurs, den Vorsteuergewinn in diesem Jahr zu steigern. Vorstandschef Wolfgang Kirsch stellte die Prognose am Mittwoch aber unter die Bedingung, dass sich die Marktturbulenzen nicht verschärfen. „Wir sind operativ weiterhin gut unterwegs“, sagte Kirsch auf der Aufsichtsratssitzung des genossenschaftlichen Spitzeninstituts. Vor einem Jahr betrug das von Abschreibungen in Milliardenhöhe belastete Ergebnis des Konzerns 1,07 Mrd. Euro.

Im ersten Halbjahr verdiente die DZ Bank Gruppe einschließlich Töchtern vor Steuern 400 Mill. Euro und damit gut 40 Prozent weniger als ein Jahr zuvor - kurz vor Ausbruch der Finanzkrise. Wie hoch die Belastungen im Zuge der Marktturbulenzen im ersten Halbjahr waren, wollte ein Sprecher nicht sagen. In den ersten vier Monaten waren es nach früheren Informationen 400 Mill. Euro. Hinzu kommen Wertverluste etwa bei der Beteiligung an der schwächelnden französischen Bank Natixis, die sich im Halbjahr Finanzkreisen zufolge auf rund 150 Mill. Euro summieren. Die Kapitalausstattung sei mit einer Kernkapitalquote von 8,6 Prozent weiter gut, betonte Kirsch.

Die DZ Bank verhandelt derzeit mit dem anderen Zentralinstitut für die mehr als 1 200 Volks- und Raiffeisenbanken, der WGZ Bank, über eine Fusion. Der DZ Bank mit Sitz in Frankfurt gehören die meisten der Institute. Ihr Vorstandschef Kirsch und WGZ-Chef Werner Böhnke kommen am Freitag zu einem Spitzentreffen zusammen.

Wegen möglicher Differenzen auf dem Weg zu einer Fusion musste Mitte Juli auch DZ-Bank-Aufsichtsratschef Christopher Pleister (60) seinen Hut nehmen. Als seinen Nachfolger wählte das Kontrollgremium am Mittwoch erwartungsgemäß den Chef der Wiesbadener Volksbank, Rolf Hildner. Er war bislang stellvertretender Vorsitzender. Pleister war auch als Präsident des Bundesverbands der Volks- und Raiffeisenbanken (BVR) zurückgetreten. Sein Verhältnis zu Böhnke galt als gestört.

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